(openPR) Medienberichten zufolge haben Wissenschaftler der Universität Zürich einen kleinen Schritt in die große Zukunft der Zahnmedizin begangen.
Den Forschern ist es in einer Versuchsreihe gelungen ein Gen zu blockieren, dass ursächlich für das Wachstum gesunder Zähne verantwortlich ist. Somit wurde ein Ansatz zu einem wichtigen Mechanismus des genetischen Zahnwachstums entdeckt, der in Zukunft eventuell für die künstliche Herstellung natürlicher Zähne bzw. Gewebe und Organe genutzt werden könnte.
In verschiedenen Versuchen mit Mäusen blockierten die Forscher ein Gen namens “Jagged2” und stellten daraufhin fest, dass eben dieses Gen für das gesunde Wachstum der Zähne bei den Versuchstieren verantwortlich ist. Die Mäuse, bei denen “Jagged2” modifiziert wurde, wiesen erhebliche Deformierungen der Zahnkronen auf, wähend der Zahnschmelz zudem komplett fehlte.
Die Ergebnisse sind ein kleiner Schritt zur Herstellung natürlicher Zahnprothesen aus Stammzellen. Um das Ziel, natürliche Zähne biotechnologisch im Labor “heranzuzüchten” zu erreichen, sind noch eine Reihe weiterer komplexer genetischer Prozesse zu entschlüsseln - ein erster Schritt in Richtung dieser Möglichkeit sind die Versuchsergebnisse laut wissenschaftlichem Bericht jedoch allemal.
“Das sind aufsehenerregende Ergebnisse aus der Schweiz”, so der in Berlin-Wilmersdorf praktizierende Zahnarzt Olaf H. Körner.
“Obwohl die moderne Zahnmedizin heute bereits mit hervorragenden Materialien ebenso hervorragende Ergebnisse in puncto Zahnersatz zu erzielen vermag, ist die Herstellung bzw. Heranzüchtung von eigenen, natürlichen Zähnen, nicht nur hinsichtlich der Biokompatibilität, eine fantastische Vorstellung.”
Da die Forschung zunächst aber noch in den Kinderschuhen steckt, sollte bei all der Euphorie jedoch nicht die Pflege und Prophylaxe der Zähne heute vergessen werden. Bis zu der vollständigen Decodierung der genetischen Mechanismen und der erfolgreichen Arbeit mit Stammzellen werden wohl noch einige Jahre vergehen.







