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Dances for Non/Fictional Bodies

28.09.201013:55 UhrKunst & Kultur
Bild: Dances for Non/Fictional Bodies
Credit: Kristine Slipson
Credit: Kristine Slipson

(openPR) Was ist der ideale Körper? Credit: Kristine Slipson

Die ständige Präsentation gleichförmiger, durchgestylter Medien- und Kunstkörper erzeugt Schönheitsdefinitionen und gesellschaftliche Normen, die Individualität und Andersartigkeit unterbinden. Das Bild eines perfekten Körpers - eine Art „fictional body“ – bestimmt, welche Individuen nicht nur als schön, sondern auch als handlungsfähig und selbständig angesehen werden - eine Perfektion, an die reale Körper nicht heranreichen können. Die künstlich konstruierten Schönheitsideale üben auf Menschen außerhalb dieser projizierten Maßstäbe eine anhaltend entmündigende und entmutigende Kraft aus.

Jess Curtis/Gravity brechen diese Eindimensionalität auf und erzählen in ihrem neuen multidisziplinären Performance-Projekt „Dances for Non/Fictional Bodies“ (DNFB) vom Reichtum der Möglichkeiten und der Überwindung gesellschaftlicher Normen. Ein internationales Team professioneller Performancekünstler vermittelt die einzigartige Schönheit jedes Darstellers in seinen individuellen Besonderheiten und Fähigkeiten und verleiht so der Unterschiedlichkeit einen eigenständigen, prinzipiellen Wert.

Mit „Under the Radar“ zeigten Jess Curtis/Gravity in Berlin vor zwei Jahren, welche virtuose und außergewöhnliche Bewegungssprache z.B. gerade körperlich beeinträchtigte Tänzer und Performer besitzen können. „Dances for Non/Fictional Bodies“ (DNFB) weitet dieses Vokabular nochmals aus, indem zusätzliche Erscheinungsformen von Körperlichkeit - mit Behinderung oder ohne, alt oder jung, manipuliert oder echt - integriert werden: die synergetische und ästhetische Notwendigkeit von Verschiedenheit erweist sich in der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem physisch „Anderssein“ als Grundlage kreativer Bereicherung.

So öffnet DNFB mit Tanz und Live-Musik alternative Spiel- und Beispielräume für „fiktionale und nicht-fiktionale“ Körper. Das Projekt ist als flexibles Format konzipiert: Während die Live-Installation die Künstler einzeln in den Fokus stellt, bringt die „klassische“ Bühnenversion die gesamte Gruppe in ihrer vielfältigen Interaktion auf eine gemeinsame Fläche.

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