(openPR) In den letzten Jahren stellt eine wahre Flut an Ernährungsstudien mit jedem Jahr immer alarmierendere Zahlen vor. Der Trend, vor allem in Deutschland und den USA, ist erschreckend. Mittlerweile gibt es Kinder im Vorschulalter, die viel zu dick sind. Gleichzeitig gibt es immer mehr untergewichtige Jugendliche. Es scheint sich regelrecht eine Schere zwischen dünn und dick aufzumachen – ebenso wie die zwischen arm und reich -, während die Zahl der normalgewichtigen Menschen immer weiter abnimmt. Kaum einer kann heutzutage seine Energiezufuhr noch richtig einschätzen oder aber durch genügend Sport ausgleichen.
Auf der Suche nach Ursachen wird man schnell fündig. Zum Einen führt der allgemeine Mangel an Bewegung durch Büroarbeitsplätze und nette Abende vor Fernseher und Computer zu zuvielen Pfunden auf den Hüften. Die Kinder von Eltern, die ein solches Beispiel abgeben, sind geradezu zum Übergewicht verdammt. Wo sollen Kinder lernen, wie man sich richtig ernährt und ausreichend bewegt, wenn das Elternhaus ein anderes Muster bietet?
Auch ein Ernährungsberater in den Schulen ist zur Erfolglosigkeit verdammt, wenn die Schulküchen gleichzeitig Essen anbieten, bei dem man die einzelnen Bestandteile nicht einmal mehr erkennen kann. Wenn zudem in der heimischen Küche nicht mit frischen und gesunden Lebensmitteln gekocht wird, ist der Lerneffekt gleich Null.
Zum Anderen ist der gegenteilige Trend umso erschreckender. Besonders junge Mädchen haben viel zu oft schon besorgniserregendes Untergewicht. Auch hier ist die Ursache offensichtlich. In sämtlichen Medien sieht man pausenlos viel zu dünne Menschen, die zum Schönheitsideal erhoben werden. Niemand aber erzählt den Jugendlichen, dass jedes Foto in einer Zeitschrift nachträglich bearbeitet wurde und kein Model in der Realität so aussieht, wie auf einem Foto. Jeder Ernährungsberater schlägt die Hände über dem Kopf zusammen beim Anblick der als Vorbild geltenden Hungerhaken in Hollywood. Gerade weibliche Stars stehen unter einem enormen Druck was ihr Aussehen betrifft. Je weniger sie auf die Waage bringen, umso mehr Rollenangebot bekommen sie. Dieses Schönheitsideal weitet sich aus bis hin zu dem der ewigen Schönheit und Jugend, so dass Schauspieler, die Charaktere glaubhaft darstellen sollen, ihre Gesichter in maskenhafte Fratzen verwandeln lassen - aus Angst, man könne ein einzige Falte zu sehen.
In den Medien wird jeden Tag über Stars aus den Bereichen Musik und Schauspiel berichtet – es gibt Formate, die nur auf dieser Art der Berichtserstattung zugeschnitten sind - ohne dabei zu reflektieren, wie groß der Einfluss dieser Menschen auf Jugendliche ist. Sie haben Vorbildfunktion und das dem ihnen transportierten Schönheitsideal wird nachgeeifert. In was für einer Gesellschaft lebt man, wenn die Medien mittlerweile vermehrt Berichte über Mangelernährung, Ernährungsstörungen und fragwürdige Diäten berichten, während sie gleichzeitig weiterhin ein Schönheitsideal proklamieren, das krank macht? Welche Gesellschaft bringt Jugendliche hervor, von denen fast jeder Zweite zu einem Ernährungsberater geschickt werden müsste, während gleichzeitig Topmodels Werbung für Fast-Food-Ketten machen?
Will man überhaupt in einer solchen Gesellschaft leben, die offensichtlich keine Verantwortung für Ihre Kinder übernimmt?
Für weitere Informationen zum Thema Ernährungsberatung gehen Sie bitte auf:
http://www.motivado.de/ratgeber-abnehmen/ernaehrungsberater











