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EU, Forscher und Industrie wollen das Web durch vernetzte Daten intelligenter machen

24.09.201008:36 UhrIT, New Media & Software
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LOD2 Projekt-Logo
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(openPR) Daten und Informationen sind heute im Internet und in Intranets weitreichend verfügbar. Doch trotz umfangreicher Datenbanken werden im Netz viele Informationen derzeit nur unzureichend gefunden und verknüpft. Nachdem die direkte Realisierung der Semantic Web Vision langwieriger ist als ursprünglich erwartet wurde mit dem Linked Open Data (LOD) Paradigma eine Strategie entwickelt, die bereits jetzt gigantische Informationssammlungen im Netz intelligent vernetzt (derzeit 25 Milliarden Fakten und 395 Millionen Links zwischen einzelnen Datensätzen).

Das Linked Open Data Web basiert auf frei verfügbare Daten im WWW, die als maschineninterpretierbare Aussagen (RDF Tripel genannt) kodiert und über Web-Adressen (URIs) miteinander verknüpft werden, so dass ein weltweites Netz aus Daten unser „altes Web“ der Dokumente ergänzt. Suchmaschienen, Mashups oder persönliche Agenten können diese vernetzten Daten nutzen, um Informationen aus verschiedenen Quellen intelligent zu verknüpfen. Heute noch aufwendige Rechercheaufgaben (wie z.B. das Finden einer Wohnung in der Nähe eines Kindergartens mit einem freien Betreuungsplatz) werden mit Hilfe von Linked Data zum Kinderspiel.

Linked Open Data steht so für vielfältige, effiziente Erneuerungen im Umgang mit dem Web. Umfangreiche spezielle Anfragen sind möglich; Suchergebnisse werden präziser und für den Anwender brauchbarer; und herkömmliche „Datensilos“, in denen Informationen oft verborgen bleiben, werden beseitigt. Prinzipiell machen die maschineninterpretierbare Aufbereitung der Daten sowie die vernetzte Sicht auf verschiedene Datenquellen LOD zum vielversprechenden Paradigma für die Weiterentwicklung des Internets.

Auch die Europäische Union sieht das Daten Web in einer Schlüsselrolle für mehr Innovation, Kreativität und Wettbewerbsfähigkeit im Web. Daher fördert sie das von Informatikern an der Universität Leipzig initiierte Projekt „LOD2“ mit 6,5 Mio. €. Ziel des Projektes ist es, das auf Linked Open Data basierende Web der Daten allumfassend zu verwirklichen. Hierbei werden u.a. folgende Herausforderungen angegangen:

- Verbesserung der Kohärenz und Qualität der im Web veröffentlichten Daten,

- Steigerung der Skalierbarkeit- und Suchgeschwindigkeit in Web-Daten,

- Entwicklung vertrauenswürdiger Mechanismen zur Kennzeichnung und Nachverfolgung der Herkunft von Daten im Web,

- Realisierung intuitiver Editier-, Such- und Explorationsdienste für Endanwender.

Die Erforschung und Entwicklung entsprechender Werkzeuge, Methoden und Datensätze haben das Potenzial, das Web, wie wir es heute kennen, entscheidend zu verbessern. „Das“, sagt Dr. Sören Auer, Projektleiter an der Universität Leipzig, „macht LOD2 für Bürger, Forscher und Industrie gleichermaßen relevant. Ob es um die effiziente Integration von Unternehmensdaten, um den freien, standardisierten Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen oder um die Öffnung staatlicher ‚Datensilos‘ geht, LOD2 verbessert nachhaltig die Nutzung des Webs als Informationsplattform.“

LOD2 widmet sich sowohl technischen als auch wirtschaftlichen und sozialen Aspekten. Es werden neben der Erarbeitung theoretischer Erkenntnisse verschiedene Prototypen entwickelt und in konkreten Anwendungsfällen aus dem Bereich Media & Publishing, Enterprise Data Web und eGovernment getestet. So soll das Linked Data Paradigma z.B. helfen mittels eines Daten-Intranets heterogene Informations¬system¬landschaften in großen Unternehmen kosteneffizienter zu vernetzen. Im Bereich öffentlicher Verwaltungen und der Transparenz von Regierungsarbeit, wird LOD2 ein Netzwerk europäischer Datenbibliotheken etablieren, um öffentliche Daten (wie z.B. die eingangs erwähnten Kindergartenplätze) leichter für Bürger zugänglich und wiederverwendbar zu machen.

KONSORTIUM

Zur Realisierung der vielfältigen Daten-Web-Aspekte arbeiten im Projekt Softwarehersteller, Informationsanbieter, Open Data Anhänger sowie Forschungseinrichtungen aus sieben europäischen Ländern zusammen. Koordiniert wird das vierjährige Verbundprojekt durch die Forschungsgruppe Agile Knowledge Engineering and Semantic Web (AKSW) am Institut für Informatik der Universität Leipzig. Zum Konsortium gehören neben dem Projektkoordinator das Centrum Wiskunde & Informatica aus den Niederlanden, die National University of Irland, Galway, die Freie Universität Berlin, das britische Unternehmen OpenLink Software, die Semantic Web Company aus Wien, der belgische IT-Dienstleister TenForce, der Spezialist für unternehmensinterne Suchmaschienen Exalead aus Frankreich, das internationale Verlagshaus Wolters Kluwer sowie die gemeinnützige Nich-Regierungs-Organisation Open Knowledge Foundation.

ANGEBOT FÜR VERLEGER FREIER DATEN

Interessierten Unternehmen und Organisationen bieten die LOD2-Projektpartner die PUBLINK Linked Open Data Consultancy an. Diese kostenlose Beratung inkl. Entwicklungsunterstützung hilft Besitzern großer, für die Allgemeinheit interessanter Informationsbestände bei deren Veröffentlichung entsprechend dem Linked Open Data Paradigma. Bewerbungsfrist für PUBLINK ist der 15.12.2010 (weitere Informationen unter http://lod2.eu/Article/Publink.html).


Das 4-jährige Verbundprojekt „LOD2 – Creating Knowledge out of Interlinked Data“ wird im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm mit der Projektnummer 257943 gefördert und ist dem Themenbereich Informations- und Kommunikationstechnologien zugeordnet. Zum Projekt-Konsortium gehören 10 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus sieben verschiedenen europäischen Ländern. Durch die Entwicklung neuen Wissens und neuer Technologien soll das Projekt europäischen Bürgern und Verbrauchern neue Chancen eröffnen und nachhaltiges Wachstum sowie Fortschritt in Europa fördern.

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