(openPR) Am Donnerstag, 23. September beteiligt sich das theater ensemble Würzburg an der europaweiten Premiere des Kinofilms "Water Makes Money", die gleichzeitig in über 100 Städten stattfindet.
Die französischen Konzerne Veolia und Suez sind die Platzhirsche im Weltmarkt der privaten Wasserversorgung. Doch ausgerechnet in ihrer Heimat Frankreich, wo sie Jahrzehnte aktiv sind und die Wasserversorgung weitgehend unter Kontrolle haben, wird ihnen jetzt der Boden heiß. Anfang 2010 mussten sie in Paris und Rouen die Wasserversorgung an die Gemeinden übergeben.
Jahrzehntelang haben die Franzosen Konzernen vertraut. Jetzt blubbert die Wahrheit an die Oberfläche: mit falsch berechneten Kosten und mangelhafter Wartung generieren die Konzerne millionenschwere Extraprofite. Denn bei privaten Versorgern in Frankreich sind die Preise um 20-60% höher als bei den öffentlichen. Bei den Privaten gehen 17-44% des Wassers im Rohrnetz verloren, bei den Öffentlichen nur 3-12 %. Was in Geheimverträge der Konzerne mit den Gemeinden als Kaufpreis gilt, entpuppt sich als Kredit, der über die Wassergebühren zurückgezahlt wird. Korruption, wie in Grenoble, scheint zum Geschäft zu gehören. Mit diesen Methoden und Gewinnen expandieren die Konzerne nach Brüssel, Berlin, Braunschweig und in die ganze Welt.
Was die Überlassung der Wasserwirtschaft an Private langfristig bewirkt, zeigt der katastrophale Zustand des Wassers in Frankreich: in 97 % der oberirdischen Gewässer sind krebserregende Pestizide zu finden. Veolia und Suez können so mit ihrer Wasserreinigungstechnik noch mehr Geld verdienen. Doch niemals können alle Schadstoffe ausgefiltert werden. Eine nachhaltige Wasserwirtschaft sähe anders aus: wasserschutzgebiete mit Biiolandwirtschaft wie in München. Nur: das geht gegen die Interessen der Konzerne und bedarf öffentlicher Verantwortung.
Nicht nur in Frankreich wächst das Bewusstsein, die Melkkukh der Konzerne zu sein. Auch andernorts, in Europa, in Lateinamerika, den USA oder Afrika steht die Rückkehr des Wassers in die Hände der Bürgerinnen und Bürger auf der Tagesordnung.
Vorfinanziert von zahlenlosen SpenderInnen wie z.B. attac, BBU, BUND, GLS, Jusos, Verdi, Robin Wood etc.. Koproduktion der KernFilm mit La Mare aux canards und Achille Du Genestoux, in Zusammenarbeit mit ZDF/Arte Gefördert von der Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein GmbH.













