(openPR) Von vielen Verbraucherschützern und auch von den Verbrauchern selbst wird die mangelnde Transparenz und irreführende Auszeichnung von diversen angebotenen Produkten und hier vor allem Lebensmitteln im täglichen Leben stark kritisiert. Neben den Auszeichnungen wie „Öko“ oder „Bio“, die darauf abzielen bewusst lebende und sich gesund ernährende Menschen über das Produkt zu informieren bzw. für dieses zu interessieren, sind es vor allem Bezeichnungen der Herkunftsregionen, die wenn nicht geschützt, ein hohes Maß an qualitativen Unterschieden und somit ein nicht zu gering einzuschätzendes Maß an Fehlinformation bereit halten.
Die EU befasst sich seit geraumer Zeit mit den Problemen des Schutzes des Markennamens im Hinblick auf die jeweilige Herstellungsregion. So sind die Auflagen für den Champagner bereits durchgesetzt, wodurch nur bestimmte Produkte aus eben dieser Region mit dem Namen Champagner ausgezeichnet werden dürfen. Ähnliches gilt ebenso für Bordeaux, Gouda, Parmaschinken und viele Weitere.
Die Beschäftigung der europäischen Kommission diesen Sachverhalt betreffend kann jedoch nicht darüber Hinwegtäuschen, dass eine - den bereits bestehenden rechtlichen Entwürfen - viel größere Zahl an noch offenen Beschlüssen gegenübersteht. Vor allem Produkte aus Nicht-EU-Ländern sind hiervon betroffen.
Als Beispiel lässt sich der in der Provinz Darjeeling angebaute grüne Tee anführen.
„Die Rechtsprechung über den Schutz des tatsächlich in dieser Region angebauten Tees ist leider längst noch nicht so weit, wie bei den bekannten europäischen Nahrungsmitteln“, so Marcus Hövermann, Betreiber des Internet-Portals GesunderTee.de.
„Viele der in Deutschland, Europa und weltweit angebotenen Darjeelingstees kommen tatsächlich aus Indonesien oder Vietnam. Ausgezeichnet werden diese Tees mit: Darjeeling, hergestellt in Indonesien oder Ähnlichem. Neben dem rechtlichen Problem, kommt hier in einem Großteil der Fälle qualitative Unterschiede deutlich zum Tragen. Die regionalen aus Darjeeling stammenden Tees sind ihren, im weitesten Sinn „Namensvettern“ aus fremden Regionen qualitativ und auch geschmacklich weit überlegen. Das lukrative Geschäft mit den bekannten Qualitätsmerkmalen des ursprünglichen Darjeelingtees verführt natürlich Unternehmer ihre durch minderwertige Zutaten verlängerten Teeprodukte mit diesem Namen auszuzeichnen und auf den Markt zu bringen.“
Die Europäische Union sieht zum Jahr 2011 vor, eine ganze Reihe dieser falschen Auszeichnungen von Lebensmitteln zu überprüfen und bei Bedarf neue verbindliche Richtlinien zu implementieren. Bis es soweit ist, bleibt dem bewussten Verbraucher nur der genaue Blick auf die Verpackungsangaben und „echten“ Auszeichnungen von Tee&Co.











