(openPR) Am 16. September 2010 startet geisteswirtschaftler.de – die Initiative zur Förderung der Kultur-, Regional- und Geisteswissenschaftler in Deutschland. „Das Potential der etwa zweieinhalb Millionen Studenten und Absolventen dieser Fächer wird in der Wirtschaft bisher kaum ausgeschöpft“, erklärt Volker Oberkircher, Gründer der Initiative.
Deshalb ermutigt er seine Kollegen, den Schritt in die Wirtschaft zu wagen: „Wir können einen wertvollen Beitrag leisten – und auf Augenhöhe mit den Vertretern der bereits in der Wirtschaft etablierten Fachrichtungen agieren.“ Bisher haben allerdings nur wenige Unternehmen Erfahrungen mit den besonderen Fähigkeiten der Kultur-, Regional- und Geisteswissenschaftler gemacht.
Diese recherchieren Hintergründe, analysieren komplexe Sachverhalte und präsentieren Ergebnisse, ohne dabei den Blick für das Ganze zu verlieren. Sie sind mehrheitlich international ausgerichtet und verbinden Sprachkompetenz mit dem Verständnis für kulturelle Unterschiede. Außerdem verfügen sie über Anpassungsfähigkeit und Eigenmotivation. Unternehmen sollten diese Eigenschaften nutzen, um dem ständigen Wandlungs- und Globalisierungsdruck zu begegnen.
Die Geisteswirtschaftler haben auch in der noch seltenen Rolle als Unternehmer, Freiberufler oder Gewerbetreibende großen Aufholbedarf. Dabei sind sie oft auf sich allein gestellt, denn die existierenden Beratungsangebote und Fördermaßnahmen zur Existenzgründung gehen völlig an ihrem Bedarf vorbei. Hier müssen Wege gefunden werden, um innovative Gründer auf dem Weg zur eigenen Firma zu begleiten.
Dazu müssen auch die Hochschulen ihren Teil beitragen – eine praxisnahe Vorbereitung auf die Teilnahme an wirtschaftlichen Strukturen und Prozessen findet dort bisher nicht statt. Deshalb arbeitet die Initiative darauf hin, dass Hochschulen und Unternehmen stärker zusammenarbeiten. Auf diesem Weg sollen sie die an einer Karriere in der Wirtschaft interessierten Studenten fördern.
Um die Ziele der Initiative zu erreichen, müssen die Mitglieder nun im Verbund Wirtschaft und Politik von ihren Qualitäten überzeugen und die notwendigen politischen Maßnahmen formulieren und einfordern. Erste Vorschläge gibt es bereits:
Die am Kapitalbedarf technisch-industrieller Produktion ausgerichtete Kreditvergabe zur Existenzgründung soll um spezielle Angebote für Geisteswirtschaftler – z.B. Mikrokredite – ergänzt werden. Das Beratungsangebot zur Existenzgründung soll gezielt auf die Anforderungen der Geisteswirtschaftler eingehen. Außerdem sollen Unternehmen auf Personalsuche die Schlüsselkompetenzen und Persönlichkeit der Bewerber stärker berücksichtigen und nicht mehr ausschließlich Bewerber aus traditionell als wirtschaftsnah geltenden Fächern rekrutieren.
Volker Oberkircher, der als Inhaber der auf interkulturelle Kommunikation spezialisierten Unternehmensberatung madhyam consulting viele der Probleme aus eigener Erfahrung kennt, ist sich sicher: „Diese Maßnahmen würden nicht nur unseren Mitgliedern helfen, sondern wären auch ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Wir bringen Innovationen aus unerwarteter Richtung in die Unternehmen – deshalb wünsche ich mir, dass die Initiative viele Mitstreiter findet.“
Finanziert wird die Geisteswirtschaftler-Initiative über zwei Arten der Mitgliedschaft – 10,00 Euro pro Jahr für Personen, 50,00 Euro pro Jahr für Organisationen. Auch Spenden sind gerne gesehen. Damit soll nach innen das Serviceangebot für die Mitglieder ausgebaut werden und nach außen kontinuierliche Überzeugungsarbeit im Stil eines Interessenverbandes geleistet werden.
Weitere Informationen im Internet unter http://www.geisteswirtschaftler.de
Bildmaterial (zur freien redaktionellen Verfügung):
Logo der Initiative (rgb@96dpi/cmyk@300dpi):
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Portrait Volker Oberkircher (rgb@96dpi/cmyk@300dpi):
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