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NRW-Sport sieht EuGH-Urteil als Chance

10.09.201011:33 UhrSport

(openPR) Gemeinwohlorientierter Sport muss finanziell abgesichert bleiben

Nach den jüngsten Urteilen des Europäischen Gerichtshofes rät der Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen Walter Schneeloch zu einer Versachlichung der Diskussion: „Die Urteile bieten weder Anlass zum Jubeln noch zur Panikmache“.

Das oberste Europäische Gericht hat mit den aktuellen Urteilen zum wiederholten Male eindeutig bestätigt, dass es zulässig und sinnvoll ist, staatliche Lotteriemonopole zu schaffen. Gleichzeitig ist deutlich geworden, dass die derzeitige Ausgestaltung des Monopols in Deutschland mangelhaft ist.

In Nordrhein-Westfalen sind dem Land in den vergangenen Jahren zwischen 75 und 85 Millionen Euro zweckgebundene Lotterieeinnahmen pro Jahr zugeflossen, in der Hauptsache aus dem mit dem Mittwochs- und Samstagslotto verbundenen „Spiel 77“. Sportwetten spielen aktuell mit deutlich weniger als zehn Prozent des vorgenannten Aufkommens nur eine untergeordnete Rolle. Von den Lotterieabgaben profitieren zahlreiche Destinatäre wie z.B. die Wohlfahrtsverbände, die Kunststiftung NRW, die Umweltstiftung NRW, die Dombauvereine und der Sport. Der Landessportbund, über den unter anderem die Arbeit der Fachsportverbände sowie der Stadt- und Kreissportbünde gefördert wird, erhält jährlich rund 25 Millionen Euro aus diesem Pool, was mehr als der Hälfte seiner Einnahmen entspricht. „Diese Einnahmen für die gemeinwohlorientierte Arbeit in unserem Land zu erhalten, ist unser Kernanliegen“, erklärt LSB-Präsident Schneeloch, „der weitaus größte Teil des Sports erwirtschaftet keine Gewinne, sondern wird vom ehrenamtlichen Engagement der Vereine und der öffentlichen Förderung aus eben diesen Lotteriemitteln getragen. Die nachvollziehbare Forderung des Profisports nach einer Neuregelung des Sportwettenbereiches ist deshalb für uns deutlich nachrangig.“

Vor diesem Hintergrund fordert der Landessportbund die Landesregierung auf, in einer Fortsetzung des Glückspielstaatsvertrages für den Erhalt des Lotteriemonopols und damit der finanziellen Absicherung für den gemeinwohlorientierten Sport zu sorgen.

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