(openPR) Die aktuelle Entscheidung der Bundesregierung, die Laufzeiten der Atomkraftwerke in Deutschland erheblich zu verlängern, hat auch negative Folgen für Osnabrück. Darauf weisen die Osnabrücker GRÜNEN hin. "Die Laufzeitverlängerungen stärken die Marktposition der großen Stromkonzerne und schwächen die Osnabrücker Stadtwerke erheblich", so der Fraktionsvorsitzende, Michael Hagedorn, und der umweltpolitische Sprecher, Volker Bajus.
Vor zehn Jahren sei der Wettbewerb auf dem Energiemarkt eingeleitet worden. Im Vertrauen auf den 2000 beschlossenen Atomausstieg haben die Stadtwerke erhebliche Summen in eigene Erzeugungskapazitäten investiert. "Solche Investitionen sind jetzt kaum noch rentierlich, wenn die Atomkonzerne weiter den Markt mit Strom aus abgeschriebenen Alt-Meilern überschwemmen", erläutert Bajus, der für die GRÜNEN im Aufsichtsrat der Stadtwerke sitzt. Weitere, für den Klimaschutz notwendige Investitionen in moderne energiesparende Techniken zur Stromerzeugung und -nutzung seien damit erst einmal tot. "Verlässliche Politik sieht anders aus", so Hagedorn.
Eine weitere Folge der Entscheidung hängt mit der Funktion Osnabrücks als Verkehrsknotenpunkt zusammen. "Längere Laufzeiten, das heißt mehr Atommüll und häufigere Atom-Transporte, und das über viele weitere Jahre", erklärt Bajus. In mehreren Anfragen hatten die GRÜNEN klären lassen, dass die Sicherheitskräfte in Osnabrück (Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste) weder über die technische Ausrüstung verfügten, um bei einem Unfall handlungsfähig zu sein, noch überhaupt eine Chance für die unmittelbar betroffene Bevölkerung sehen würden, dass diese gerettet oder evakuiert werden könne. "Und dieser Zustand soll nun noch weitere 14 Jahre dauern. Das ist unverantwortlich", so die beiden GRÜNEN abschließend.












