(openPR) Rheine, den 06.09.2010
Das TAT Technologie- und Innovationszentrum hat einen Daten-Autobahnanschluss erhalten. In Kooperation mit der st-oneline können die Mieter und Seminargäste nun mit Lichtgeschwindigkeit ins Internet.
In nur sechs Wochen nach Auftragsvergabe hat der Internet Service Provider st-oneline aus Rheine ein Lichtwellenleiter-Kabel legen lassen, das das TAT in Rheine seit dem 01. September mit dem Rechenzentrum der st-oneline in Münster verbindet.
Zur Versorgung der Mieter muss der Internet Service Provider allerdings erst einmal auf die vorhandene Kupferinfrastruktur zurückgreifen. „Für die Nutzung dieser Kabel haben wir die neueste VDSL2-Technologie installiert, so können wir die Mieter mit einer Bandbreite bis zu 100 Mbit/s versorgen.“ erklärt der technische Leiter Andre Dütsch.
Diese Lösung nennt sich im Fachjargon Fiber-to-the-building (kurz: FTTB). Im Gegensatz zum Kabelverzweiger-Ausbau, bei dem die so genannte „letzte Meile“ immer noch auf der alten Telefonleitung basiert, vollendet diese Lösung bereits den nächsten Schritt. Mit der direkten Erschließung des Gebäudes werden zukünftig Bandbreitensteigerungen möglich, ohne einen weiteren Ausbau vornehmen zu müssen.
Die Bauarbeiten im Gewerbegebiet Nord wurden von der Deutschen Telekom ausgeführt. Es mussten Leerrohre verlegt werden und der Lingener Damm wurde unterführt. Letzteres wurde mit dem Horizontalspülbohrverfahren auf bis zu 9 Meter Tiefe und 40 Meter Länge durchgeführt, so dass der Verkehr und die Anwohner kaum etwas von den unterirdischen Bautätigkeiten mitbekommen haben.
Das Lichtwellenleiter-Kabel mit zwölf Fasern wurde schließlich in das Leerrohr eingeblasen, welches bis in das TAT-Zentralgebäude führt. Jede Faser hat nur einen Durchmesser von 9 Mikrometer und ist im Vergleich deutlich dünner als das menschliche Haar (etwa 70 Mikrometer). Eine Faser wird zum Senden und eine zweite Faser zum Empfangen der Lichtsignale genutzt. Die übrigen Fasern bleiben erst einmal unbeschaltet und dienen zur Reserve.
Für die Mieter auf dem TAT-Gelände wird bereits eine Netzwerk-Verkabelung aufgebaut. Hierzu betreibt die st-oneline einen entsprechenden Netzknoten mit einer Kapazität von mehreren Gigabit/s, der das TAT direkt mit dem Rechenzentrum in Münster verbindet. Von dort geht es mit mehreren Gigabit pro Sekunde über nationale und internationale Carrier ins weltweite Internet.
„Mit dieser Gesamt-Lösung haben wir einen innovativen und wirtschaftlichen Weg gefunden, um den Mietern im Technologie- und Dienstleistungszentrum eine zeitgemäße Kommunikation zu ermöglichen. Das TAT hat dadurch deutlich an Attraktivität gewonnen.“ sind sich Anne Altena, Geschäftsführerin der TAT Service GmbH, und Lorenz Abu Isbeih, Geschäftsführer der st-oneline GmbH, einig.
Bei einer Mieterversammlung wurden die neuen Möglichkeiten und die Tarife dargestellt. Bereits ab 20 Euro können die Mieter nun auf die Überholspur wechseln und einen symmetrischen 10 Mbit/s-
Netzwerkanschluss gibt es für nur 100 Euro monatlich. „Das sind Möglichkeiten und Konditionen die man sonst nur aus Metropolen wie Frankfurt oder Düsseldorf kennt“ betont Lorenz Abu Isbeih.
Erst durch die schnelle Anbindung werden auch viele neuartige Dienste nutzbar. „Ob ausgelagerte Server oder Telefonanlage, externe Datensicherung oder Standortvernetzung – nun können auch die Mieter im TAT von diesen innovativen Diensten profitieren.“ macht Andre Dütsch deutlich.
Herr Dr. Manfred Janssen, Geschäftsführer TAT Transferzentrum GmbH und der EWG, ist überrascht, dass das Projekt in so kurzer Zeit umgesetzt wurde. Er bringt die Wichtigkeit auf den Punkt: „Zukunftsfähige Unternehmen benötigen einen Breitband-Anschluss.“












