(openPR) Im österreichischen Ranking der Top Einzelhändler haben die stark im Lebensmittelhandel tätigen Konzerne die Nase vorne. Durch die Adeg-Übernahme schafft es die Rewe Austria an die Spitze der Top Einzelhandelskonzerne zu klettern und damit die Spar-Gruppe zu überholen. Die Rewe Austria ist mit all seinen Vertriebslinien sowohl flächen- als auch umsatzmäßig sowie nach der Anzahl der Geschäfte der größte Einzelhandelskonzern in Österreich.
Wer die sonstigen Flächen- und Umsatzkaiser im österreichischen Einzelhandel sind, hat RegioData Research aktuell analysiert.
Trend: Rewe ist nach Fläche, Umsatz und Anzahl der Geschäfte Spitze!
Nach der Übernahme von Adeg überholt die Rewe Austria die Spar-Gruppe. So-wohl flächen- als auch umsatzmäßig sowie nach der Anzahl der Geschäfte ist die Rewe mit seinen Lebensmittelvertriebslinien und der Drogeriekette bipa der größ-te Einzelhandelskonzern in Österreich. Die Rewe Austria erreicht eine gesamte Verkaufsfläche von rund 1,12 Millionen Quadratmetern und zählt fast 2.500 Out-lets.
Trend: 40% der Gesamtverkaufsfläche geht auf das Konto von 10 Konzernen!
Die Top 10 Flächenkaiser beanspruchen mit rund 5,5 Millionen Quadratmetern Fläche fast 40% der gesamten Verkaufsfläche im österreichischen Einzelhandel. Im Jahr 2005 waren es noch 5,3 Millionen Quadratmeter. Der größte Platzhirsch ist die Rewe Austria, gefolgt von der Spar Gruppe und von der Lutz Gruppe.
Trend: Filialistenanteil steigt kontinuierlich!
Rund 37% aller Einzelhandelsgeschäfte in Österreich gehören zum filialisierten und organisierten Einzelhandel. Im Jahr 2000 betrug dieser Anteil rund 30%. Je-ne Branchen mit dem höchsten Filialistenanteil sind die Lebensmittel- (rund 90%), die Baumarkt- (88%) und die Drogerie- und Parfümeriebranche (86%). Flächenmäßig können die filialisierten Geschäfte rund 60% der gesamten Einzel-handelsfläche in Österreich für sich beanspruchen.
Trend: Anzahl der Einzelhandelsgeschäfte geht zurück!
Gab es noch zu Beginn des neuen Jahrtausends rund 55.000 Geschäfte im öster-reichischen Einzelhandel, so sind es aktuell nur mehr rund 50.000. Der Rückgang ist hauptsächlich auf den nicht filialisierten Einzelhandel zurückzuführen, denn Einzelkämpfer sterben kontinuierlich aus. Aber auch im filialisierten Einzelhandel hat angesichts der bereits hohen Marktpenetration ein Optimierungsprozess be-gonnen.
Dank Adeg wird Rewe absoluter Sieger!
Mit rund 1,12 Millionen Quadratmetern ist die Rewe Austria der Sieger im Wettbewerb um die größten Verkaufsflächen im österreichischen Einzelhandel. Mit seinen fünf Vertriebslinien im Bereich Lebensmittel- und Drogeriehandel beansprucht die Gruppe rund 8% der gesamten Ver-kaufsfläche im österreichischen Einzelhandel für sich. Dicht auf den Fersen der Rewe ist die Spar-Gruppe mit über 1 Million und die Lutz Gruppe mit rund 850.000 Quadratmetern Verkaufs-fläche.
Nicht nur flächenmäßig sondern auch im Umsatzranking hat die Rewe-Gruppe die Nase vor-ne. Unter die Top 5 Einzelhändler-Gruppen in Österreich nach Umsatz schafft es als einziger Non-Food-Anbieter auch die Lutz-Gruppe. Alle anderen Konzerne erzielen den Großteil ihrer Umsätze im Bereich des Lebensmittelhandels.
Auch nach der Geschäftsanzahl ist die Rewe Austria mit fast 2.500 Outlets klarer Tabellenfüh-rer, gefolgt von der Spar Gruppe mit über 1.500 Geschäften sowie ZEV/Markant Austria und Schlecker mit mehr als 1.000 Filialen in Österreich.
Konzentrationsgrad schreitet voran!
Die 10 größten Platzhirsche beanspruchen bereits rund 40% der gesamten Einzelhandelsver-kaufsfläche von 14,5 Millionen Quadratmetern in Österreich für sich. In diesem Ranking domi-nieren neben der Rewe Austria und der Spar-Gruppe auch die großflächigen Retailer im Bereich Möbelhandel und Baumärkte, wie die Lutz Gruppe, Leiner/Kika, Tengelmann, Baumax oder Ha-gebau. Neben Lebensmittel-, Drogerie- und den großformatigen Retailern ist auch der Sportar-tikelhändler Intersport mit rund 190.000 Quadratmetern Verkaufsfläche unter den Top 10 zu finden.
Zieht man alle filialisierten und organisierten Einzelhändler aller wesentlichen Handelsbranchen heran, so addieren deren Flächen sogar auf 60% der gesamten Einzelhandelsverkaufsfläche und rund 37% der gesamten Outlets in Österreich.
Marktbereinigungsprozess voll im Gang!
Angesichts dieses hohen Konzentrationsgrades wird nach Jahren der extremen Expansion nun auch eine Tendenz zur Optimierung und Reduktion von Flächen beziehungsweise Abbau von unprofitablen Standorten sichtbar. So ging die Anzahl der Einzelhandelsgeschäfte von insgesamt 55.000 im Jahr 2001 auf rund 50.000 im Jahr 2010 zurück. Dies ist jedoch nicht ausschließlich auf die Schließung von unternehmergeführten Geschäften zurückzuführen, sondern auch im filialisierten Bereich ist ein Optimierungsprozess voll im Gang. Nachdem die Marktpenetration in den wichtigsten Branchen sehr hoch ist, ist ein leichter aber bedeutender Abbau von nicht so profitablen Standorten zu beobachten. So ist beispielsweise die Anzahl der Lebensmittelgeschäf-te seit zwei Jahren um rund 120 Standorte zurückgegangen.












