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Daten und Fakten zur Geschichte der Nationalen Volksarmee

31.08.201008:45 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Daten und Fakten zur Geschichte der Nationalen Volksarmee
Chronik der NVA der Grenztruppen und der Zivilverteidigung der DDR 1956-1990 - Verlag Dr. Köster
Chronik der NVA der Grenztruppen und der Zivilverteidigung der DDR 1956-1990 - Verlag Dr. Köster

(openPR) (Berlin – 30. August): Das umfassende Werk des Militärhistorikers Dr. Klaus Froh „Chronik der NVA, der Grenztruppen und der Zivilverteidigung der DDR 1956-1990“ ist erschienen, teilt heute der Wissenschaftsverlag Dr. Köster (verlag-koester.de) in Berlin mit. In komprimierter und doch höchst detailreicher Form zeichnet Froh darin die Geschehnisse von der offiziellen Gründung der DDR-Streitkräfte im Januar 1956 bis zum Ende der NVA, der Grenztruppen der DDR und der Zivilverteidigung am 2. Oktober 1990 nach. Eine mehr als dreieinhalbjährige Recherche im Bundes-Militärarchiv in Freiburg, Fachbibliotheken, Dissertationen und Diplomarbeiten, sowie eigene Veröffentlichungen des Militärhistorikers bilden die Basis des Werkes. „Die Chronik bietet auf 800 Seiten eine bisher einmalige und objektive Übersicht der wichtigsten militärischen, militärpolitischen, ideologischen und kulturell-sportlichen Ereignisse und stellt somit sicherlich das zukünftige Standardwerk zur Geschichte der NVA dar“, so Verleger Dr. Hans- Joachim Köster.



Detaillierte Fakten zur Geschichte der NVA, der Grenztruppen und der Zivilverteidigung
Die Chronik offenbart detailliert die Einbindung der Truppen in den Warschauer Vertrag sowie in die Gesellschaft der DDR und bringt zahlreiche bisher unbekannte oder schwer zugängliche Fakten in einen historischen Kontext: Sie erfasst, unabhängig vom ursprünglichen Geheimhaltungsgrad, erstmalig nach der Wiedervereinigung, die wichtigsten militärischen und sicherheitsrelevanten Ereignisse von 1956 bis 1990. Neben militärischen Fakten werden auch der Alltag, die vielseitigen Wettbewerbe, die Leistungen der NVA-Spitzensportler, die kulturelle Arbeit sowie die Arbeit der Gewerkschaftsorganisation dargestellt. Auch die volkswirtschaftlich relevanten Einsätze der NVA, der Grenztruppen und der Zivilverteidigung der DDR bei Naturkatastrophen sowie Einsätze in der Landwirtschaft sind umfassend dokumentiert.

Einzigartiges Personen- und Sachregister zur Nationalen Volksarmee
Die Chronik ist Nachschlagewerk zur strukturellen und waffentechnischen Entwicklung, wie auch zur Dislozierung der Verbände, Truppenteile und Einrichtungen von Teilstreitkräften und Waffengattungen der Nationalen Volksarmee. Auch die Entwicklungsetappen der Grenztruppen und der Zivilverteidigung der DDR sowie die personelle Besetzung von Führungspositionen sämtlicher Bereiche sind enthalten. Die Namens- und Sachregister sowie das Traditionsnamenverzeichnis umfassen knapp 60 Seiten. Diese Detailtiefe setzt sich in den Wehrbezirks- und Wehrkreiskommandos sowie den Unteroffiziersschulen fort: Anders als in bisherigen Veröffentlichungen, benennt Militärhistoriker Froh erstmals exakt die Orte und Truppenteile von Manövern, Truppen- und Kommandostabsübungen. Die Auflistung wichtiger Ereignisse in den spannungsgeladenen Jahren 1989 und 1990 mit konkreten Daten und Fakten zu den Einsätzen der NVA und der Grenztruppen der DDR ist ebenfalls ein Novum. Darunter befinden sich beispielsweise damalige Ideen und Initiativen für eine Militärreform in der DDR sowie Hintergrundinformationen zum widerspruchsvollen deutsch-deutschen Einigungsprozess auf militärischer Ebene.

Nachschlagewerk schließt Lücken in der bisherigen Militärgeschichtsschreibung der NVA
Seit dem Ende der DDR wurde eine Vielzahl von Sachbüchern zur Militärgeschichte der DDR verfasst und Memoiren von Zeitzeugen aus der NVA veröffentlicht. Ein spezielles Nachschlagewerk zur Militärgeschichte der DDR in ihrer Gesamtheit gab es bisher nicht. „Mich störte die Geheimhaltungspraxis der herausgegebenen Publikationen aus DDR-Zeiten. Gleiches gilt für die kaum vorhandene Namensnennung von Kommandeuren auf Regiments- und Bataillons-Ebene, die als hoch qualifizierte Offiziere eine große Verantwortung für die Bewaffnung und Technik und insbesondere für die ihnen anvertrauten Unterstellten in ihren Truppenteilen und Einheiten trugen. Die Recherche dieser Namen und der jeweiligen Dienstgrade war die größte Herausforderung dieser Chronik“, erklärt Dr. Klaus Froh.

Lagerung von Kernmunition in Brandenburg
Die Recherchen erbrachten auch über die Grundthematik hinausgehende aber dennoch relevante Fakten, wie beispielweise die Regierungsvereinbarung vom 11. Januar 1967 zwischen der DDR und der UdSSR über die Lagerung von Kernmunition in den zwei Standorten der GSSD (Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland) Lychen und Welsickendorf bei Jüterbog. „Neben bereits bekannten Informationen finden sich in der Chronik auch eine Vielzahl an bisher unbekannten Daten und Fakten, welche die Geschichtsschreibung der NVA ergänzen, präzisieren oder korrigieren konnten“, so Froh abschließend.

Autor: Dr. Klaus Froh war seit 1957 Angehöriger der NVA. Nach dem Besuch der Unteroffiziers- und Offiziersschule für Nachrichtenoffiziere war er in verschiedenen Dienststellungen auf der Kommandeurs- und der Politebene eingesetzt. Sein großes Interesse galt der Geschichte im Allgemeinen und später der Militärgeschichte, gefördert durch die Versetzung an das Militärgeschichtliche Institut der DDR in Potsdam. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit waren Streitkräfteentwicklungen sowie die Geschichte der Truppen- und Waffengattungen. Seit er im Januar 1990 aus dem aktiven Dienst der NVA ausgeschieden ist, blieb er der Militärgeschichte treu und ist heute renommierter Experte und Autor zur Geschichte der NVA.

Buch: „Chronik der NVA, der Grenztruppen und der Zivilverteidigung der DDR 1956-1990“ (http://www.verlag-koester.de/buch.php?id=707), Autor: Klaus Froh, Jahr: 2010, Seiten: 800, Hardcover, ISBN 978-3-89574-745-8

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