(openPR) Wenkel: „Zahlen belegen Anstieg der Schwarzarbeit am Bau“ / Bauwirtschaftliche Impulse für 2011 gefordert
Berlin, 20.08.2010. Auf Berlins Baustellen waren im Juli 2010 rund zwei Prozent weniger gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt als noch im Vorjahr. Das belegt die aktuelle Beschäftigten-Statistik der Sozialkasse des Berliner Baugewerbes. Demnach waren im Juli 2010 noch rund 12.900 Beschäftigte auf Berlins Baustellen tätig, was in etwa der Beschäftigtenzahl vom Vormonat entspricht.
„Diese Entwicklung ist ungewöhnlich“, kommentiert Wolf Burkhard Wenkel, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg, die aktuellen Zahlen. „Die Betriebe sind um diese Jahreszeit in der Regel voll ausgelastet, die Beschäftigung erreicht normalerweise im Juli eines Jahres ihren Höchststand.“ Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung der Auftragseingänge sei der Rückgang der gewerblichen Arbeitnehmer besorgniserregend: „Der eklatante Unterschied zwischen Beschäftigtenentwicklung einerseits und Auftragsbestand andererseits ist ein Indiz dafür, dass die Schwarzarbeit am Bau in den letzten Monaten kräftig angestiegen ist. Wir brauchen endlich effektive Kontrollen und vor allem deutlich mehr Zollfahnder, um dieses Problem in den Griff zu bekommen!“ Die Fachgemeinschaft Bau ist bundesweit der einzige Bauarbeitgeber-Verband, der mit eigenen Baustellenläufern gegen die Schattenwirtschaft in der Branche vorgeht.
Wenkel verweist zudem auf die Notwendigkeit weiterer Impulse für die Bauwirtschaft im Jahr 2011: „Die öffentlichen Bauinvestitionen müssen auf dem jetzigen, erhöhten Niveau verstetigt werden. Die Halbierung der Städtebauförderung und die Haushaltssperre in Brandenburg wirken sich kontraproduktiv auf die Bautätigkeit und damit auf die regionale Wirtschaftsentwicklung aus. Die regionale Bauwirtschaft braucht Impulse, um nicht 2011 mit voller Wucht in einen wirtschaftlichen Abwärtstrend zu rutschen.“










