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Giftige Stoffe in der Wohnung

19.08.201017:36 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Giftige Stoffe in der Wohnung

(openPR) Schadstoffe wie Farben, Lacke und Lösungsmittel können aus Möbeln und Teppichen dringen und die Gesundheit beeinträchtigen

Nach dem Einzug in eine neue Wohnung werden die Räume zumeist frisch gestrichen. Viele Menschen reagieren jedoch allergisch auf Ausdünstungen von Farben und Lacken. Das Gleiche gilt auch für neue Teppichböden und Möbel: Auch hier können die Aussonderungen von Farben und Klebstoffen allergische Reaktionen hervorrufen. Falls man selbst oder ein Familienmitglied auf solche Stoffe empfindlich reagiert, sollte man bestimmte Regeln beachten. Darauf weist der Immobilienverband IVD West hin. Wenn möglich, sollten Malerarbeiten an der frischen Luft beziehungsweise in Räumen gemacht werden, die nicht bewohnt sind (Keller, Garage). Wer aber nicht Türen oder Regale, sondern Wohnungswände streicht, sollte dies auf alle Fälle bei geöffneten Fenstern machen, wenn möglich sollte er in dem Zimmer zwei Tage nicht wohnen. „Zudem sollte er beim Streichen eventuell einen Atemschutz tragen“, erläutert Alexander Geischer, Geschäftsführer des IVD West.



Problematisch kann es auch sein, wenn ein Neugeborenes in ein frisch gestrichenes Zimmer einzieht. Soll der Nachwuchs unbedingt in ein neu getünchtes Zimmer, sollten die Malerarbeiten im ersten Drittel der Schwangerschaft gemacht werden, da das Kind auch während der Schwangerschaft die Farb- und Lösungsmittel aufnimmt. Oder man wartet, bis das Kind zwei Jahre alt ist, dann sind die Farbausdünstungen kaum noch bedenklich. Im Übrigen können auch Farben und Lacke, die mit dem Blauen Umweltengel ausgezeichnet sind, Lösemittel enthalten, die die Gesundheit beeinträchtigen können. Das Zeichen besagt nur, dass hier weniger Lösungsmittel enthalten sind und die Flüssigkeit damit umweltschonender ist als andere Produkte.

Möbel möglichst im Frühsommer kaufen

Aber nicht nur Farben dünsten Inhaltsstoffe aus, auch Möbel und Teppichböden riechen eine Weile „neu“. Sie setzen noch Wochen nach dem Kauf flüchtige Verbindungen frei, die bei der Oberflächenbehandlung oder beim Verkleben verwendet wurden. In Teppichen werden beispielsweise häufig Mottenschutzmittel, Weichmacher und andere Präparate verwendet.
Bei empfindlichen Menschen können die Ausdünstungen zu Übelkeit oder Kopfschmerzen führen. Laut Informationen des Münchner Umweltinstituts zählen hierzu etwa 15 Prozent der Bevölkerung. Betroffene Verbraucher sollten neue Möbel im Frühsommer kaufen, da sie während der Sommermonate besser auslüften können. Zudem sollte man eventuell nur Möbel kaufen, die mit natürlichen Stoffen (wie Wachsen oder Ölen) behandelt wurden.

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Ansprechpartner:
Philipp Schiwek
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (0221) 95 14 97-14, E-Mail: E-Mail

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