(openPR) Anlässlich seines 50jährigen Bestehens richtet der Albert-Schweitzer-Kinderdorf Berlin e.V. in Berlin-Gatow am 10. September ein großes Jubiläumsfest aus, das große und kleine Besucher mit zahlreichen Attraktionen lockt.
Los geht es 13.00 Uhr mit einem Festempfang im Jubiläumszelt. Frau Prof. Barbara John, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin, Staatssekretär André Schmitz und der Spandauer Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz werden Grußworte sprechen, bevor Prof. Dr. Richard Münchmeier von der Freien Universität Berlin einen Fachvortrag zum Thema „Kindheit braucht Familie“ hält. Für die nötige musikalische Umrahmung dieses Festaktes sorgt der Kinderchor des Kinderdorfes.
Das Fest selbst startet gegen 14.30 Uhr. Den Besucherinnen und Besuchern wird dabei einiges geboten: So gibt es neben Kistenklettern, Ponyreiten und Hüpfburg zahlreiche Spiel- und Bastelstände sowie Kinderschminken. Nicht nur beim Einkaufswagenparcours und an der Schaumkuss-Schleuder können Interessierte ihre sportlichen Talente messen – das Strohballen-Labyrinth fordert zudem Koordinierungs- und Durchhaltevermögen. Ab 15.00 Uhr wird „Tonnenpaule“, der karierte Recycling-Clown, erwartet. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Neben einem Grill- und einem Burgerstand können Leckermäuler vom umfangreichen Kuchenangebot probieren, das im 60er-Jahre-Café kredenzt wird.
Zudem öffnet der Verein die Türen zu einigen Kinderdorf-Häusern. Damit sich Interessierte ein genaues Bild von der täglichen Arbeit im Kinderdorf machen können, werden Führungen durch die Häuser angeboten. Besucherinnen und Besucher erfahren hier anschaulich, was eine Kinderdorf-Familie eigentlich ist und wie sich das Zusammenleben in einer solchen Fa-miliengruppe gestaltet – kurz: Was den Alltag im Albert-Schweitzer-Kinderdorf Berlin aus-macht.
Beim unterhaltsamen Bühnenprogramm im Festzelt präsentieren sich u.a. die Bauchtanz-gruppe des Sancta Maria e.V. und das Bläserensemble der Grundschule am Ritterfeld. Die Band „room pilots“ wird ab 18.30 Uhr ein kurzes Benefizkonzert geben. Der Eintritt zum Jubiläumsfest ist frei.
Jubiläumsfest „50 Jahre Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Berlin“
Wann: 10. September 2010
Zeit: ab 14.30 Uhr
Wo: Weiter Blick, 14089 Berlin-Gatow
Albert-Schweitzer-Kinderdorf Berlin e.V.
Weiter Blick 46
14089 Berlin
Pressekontakt: Jana Judisch
Email:

Telefon: 030-365093083
Mobil: 0162-9093719
Über das Unternehmen
Informationen zum Träger:
Der Albert-Schweitzer-Kinderdorf Berlin e.V. ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Schwerpunkt der Arbeit ist die auf Betreuung in familienähnlichen Lebensgemeinschaften gerichtete stationäre Unterbringung: Bis zu 120 Kinder und Jugendliche, die aus verschiede-nen Gründen nicht mehr in ihren Herkunftsfamilien leben können, finden in den 20 Albert-Schweitzer-Kinderdorffamilien Schutz, verlässliche Bindungen und ein stabiles Zuhause.
Der Träger ist in den Bezirken Spandau, Reinickendorf und Lichtenberg aktiv. Im Jahr 2005 hat er seine Arbeit auf familienunterstützende / familienfördernde Angebote ausgeweitet und die Trägerschaft der Kindertagesstätte Gensinger Straße übernommen. 2008 erfolgte die Eröffnung des Kinder-, Familien- und Begegnungszentrums „Die Brücke“ im gleichen Haus.
Vereinsgeschichte:
13 engagierte Berliner Frauen und Männer gründeten im August 1960 den Albert-Schweitzer-Kinderdorf Berlin e.V. mit dem Ziel, hilfebedürftigen Kindern und Jugendlichen ein stabiles Zuhause, Schutz und Sicherheit zu bieten. Sie orientierten sich dabei am Vorbild des berühmten Humanisten und Tropenarztes Dr. Albert Schweitzer und dessen ethischen Leitgedanken der „Ehrfucht vor dem Leben“.
Zahlreiche Menschen unterstützten die Mitglieder unter anderem mit ihrem pädagogischen, finanz- und bautechnischen Wissen. Als das fertig gestellte Kinderdorf Berlin-Gatow nur we-nige Jahre später eingeweiht werden konnte, lobte der damalige Außenminister Willy Brandt den Verein als „Musterbeispiel privater Initiative und Selbsthilfe der Bevölkerung“. Drei weite-re Kinderdorf-Standorte sind in der Folge in Berlin entstanden – inzwischen gibt es auch in Heiligensee, Hermsdorf und Karlshorst Albert-Schweitzer-Kinderdorffamilien.
Kurz erklärt: Was ist eine Kinderdorf-Familie?
Eine Kinderdorffamilie – eigentlich Familiengruppe genannt – kann bis zu sechs Kinder und Jugendliche aufnehmen. Sie teilen mit ihren Hauseltern und, soweit vorhanden, deren eige-nen Kindern das Familienleben. Sie bewohnen ein Haus und werden im Alltag von ein bis zwei von außen hinzukommenden Erziehern und einer Hauswirtschaftskraft unterstützt. Die Hauseltern leisten dabei den Spagat, einerseits die „Normalität einer Familie“ herzustellen, jedoch andererseits Erziehungs- und Hilfeprozesse professionell gestalten zu müssen. Min-destens ein Partner braucht hierfür eine entsprechende berufliche Qualifikation als Pädago-ge und die nötige Berufserfahrung, denn oftmals müssen die Kinder schwierige Erfahrungen verarbeiten und benötigen therapeutische Hilfen. Der andere Elternteil geht anderweitig ei-nem Beruf nach und arbeitet ehrenamtlich in der Familiengruppe mit.