(openPR) München, 3. August 2017 – Ingeborg Reichnow gründete im April 1991 eine rechtlich eigenständige Stiftung. Seitdem kommen die Erträge der Reinhard und Ingeborg Reichnow-Stiftung jährlich dem SOS-Kinderdorf e.V. zugute. Im ersten Jahr, also 1992, konnte dank einer zweckgebundenen Zustiftung eines der Familienhäuser im SOS-Kinderdorf Zwickau errichtet werden, dem ersten Kinderdorf in den neuen Bundesländern. Ingeborg Reichnow freute sich, dies hautnah und persönlich zu erleben. Schon zur Grundsteinlegung reiste sie gemeinsam mit ihren beiden Stiftungsvorständen nach Sachsen. Warum sie die Stiftung gegründet hat? Sie wollte Gutes tun und Kindern eine Perspektive für ihr Leben geben.
Niedrigzins als große Herausforderung für Stiftungen
Die Satzung der Reichnow-Stiftung sieht vor, neben der Errichtung des Familienhauses auch dessen Unterhalt inklusive Bewirtschaftung zu finanzieren. Jahr für Jahr geht der Stiftungsertrag damit an die dort lebenden Kinder. Darüber hinaus konnte die Stiftung dank ihrer Renditen einen dringend benötigten Spielplatz im SOS-Kinderdorf Brandenburg und 1999 den Bau eines Familienhauses im SOS-Kinderdorf Astana in Kasachstan ermöglichen. Regelmäßig überzeugten sich die Stiftungsvorstände vor Ort, wie das Geld eingesetzt wurde, und dies auch nach dem Tod von Ingeborg Reichnow. Bei den alljährlichen Besuchen vor Weihnachten, Geschenke für die Kinderdorfkinder inklusive, lernten sie natürlich auch die Menschen im SOS-Kinderdorf kennen und beobachteten mit Freude, wie liebevoll und individuell die Mädchen und Jungen in ihren Fähigkeiten gefördert werden.
Was anfänglich reibungslos verlief, wurde aufgrund der Niedrigzinspolitik zunehmend schwieriger. Wie das Kapital noch anlegen, sodass mit den Erträgen der Stiftungszweck weiterhin und dauerhaft erfüllt wird und die Kinder im SOS-Kinderdorf nach wie vor dieselbe Förderung erhalten?
Nachfolge im Sinne der Stiftungsgründerin
25 Jahre nach Errichtung der Stiftung entschied sich der Stiftungsvorstand, eine geeignete Nachfolgeregelung zu suchen. Man kontaktierte die betreuende Bank und den SOS-Kinderdorf e.V. selbst. Das Angebot von SOS-Kinderdorf überzeugte sofort: Es gäbe die Möglichkeit, die Reinhard und Ingeborg Reichnow-Stiftung in die kompetenten Hände des SOS-Kinderdorf e.V. zu legen. Ohne weitere Gebühren oder Verwaltungskosten. Größter Wunsch des Vorstandes war, die Stiftung im Sinne ihrer Gründerin fortzuführen und damit eine Nachfolgeregelung zu finden, die Ingeborg Reichnow gefallen hätte. Die notwendigen Angelegenheiten mit der Stiftungsaufsicht waren schnell geregelt. Als erfreulich kompetent, unkompliziert, effizient und seriös erlebte der Vorstand vor allem den Kontakt und die Abwicklung mit dem SOS-Kinderdorf e.V. Wenige Monate nach den ersten Gesprächen konnten drei leitende stiftungskundige SOS-Kinderdorfmitarbeiter als neuer Vorstand für die Reinhard und Ingeborg Reichnow-Stiftung berufen werden. Darunter auch Petra Träg, Geschäftsführung der SOS-Kinderdorf-Stiftung, die mit Kapitalanlagen und allen Aspekten des Stiftungswesens bestens vertraut ist.
Erträge sollen weiterhin dauerhaft Gutes bewirken
Bei der SOS-Kinderdorf-Stiftung mehren sich aktuell die Anfragen von rechtlich selbstständigen Stiftungen. Oft sind die Stifter oder Stiftungsvorstände mit der aktuellen Kapitalanlage überfordert. Manche haben aber auch den Zeitaufwand für die Verwaltungsaufgaben unterschätzt – von Buchhaltung, Steuererklärung, Anlage des Stiftungskapitals nach den Vorgaben über persönliche Haftung bis hin zur Mittelverwendung. Um die Nachfolge zu regeln, kann die Verwaltung einer Stiftung an gemeinnützige Organisationen wie SOS-Kinderdorf übertragen werden. Für die Stifter bzw. Stiftungsvorstände hat dies den Vorteil, dass ihre Stiftung weiterhin Gutes tut und sie diese nach wie vor in zuverlässigen Händen wissen. Die SOS-Kinderdorf-Stiftung wählt entsprechend dem dauerhaften Anlagefokus von Stiftungen hierfür geeignete Anlagen. Damit hat das Sozialkapital, das Privatpersonen über viele Jahre erspart und für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt haben, weiterhin Bestand. Und SOS-Kinderdorf freut sich natürlich über die Erträge aus diesen Stiftungen. Denn sie fließen der Unterstützung benachteiligter Kinder und Jugendlicher dauerhaft zu. Die ehemaligen Stiftungsvorstände der Reichnow-Stiftung sind mehr als zufrieden mit der Lösung. „Ihre“ Stiftung wird auch künftig den Kindern und Jugendlichen bei SOS-Kinderdorf helfen. Und das dauerhaft Jahr für Jahr! www.sos-kinderdorf.de








