(openPR) Die Bildungsforscher sind alarmiert: Der Anteil nicht-traditioneller Studierender, wie Berufstätige, Auszubildende oder Mütter und Väter, liegt an deutschen Universitäten nur bei einem Prozent. Im europäischen Vergleich schafft es die Bundesrepublik damit sogar nur auf Rang 12. Grund ist die Unflexibilität der meisten Studiengänge und Bildungseinrichtungen. Wer seine Hochschulausbildung nicht direkt nach dem Abitur beginnt, ist wegen der Präsenzzeiten am Vormittag und den starren Semesterabläufen in der Regel vom Studium ausgeschlossen.
Um die Weiterbildung zu vereinfachen, sollten die jeweiligen Bedürfnisse der Studenten berücksichtigt werden. Das geschieht etwa durch eine flexiblere Zeiteinteilung und individuelle Wahlmöglichkeiten der Studieninhalte. Ein Vorbild ist die Northern Business School (NBS) in Hamburg. Studierende können dort zu verschiedenen Zeiten – tagsüber sowie freitagabends und samstags – studieren. „Der Wechsel zwischen den Zeitmodellen ist jederzeit möglich und bietet dadurch große Freiheiten in der Karriere- und Lebensplanung“, so Mirko Knappe, Geschäftsführer der NBS. „Abiturienten müssen sich nicht mehr zwischen direktem Berufseinstieg und Studium entscheiden. Für Menschen, die schon lange berufstätig sind, ergeben sich durch die Weiterbildung ganz neue Aufstiegsperspektiven. Auch kann parallel zu einer klassischen Berufsausbildung studiert werden.“
Auch viele Arbeitgeber sehen es als positiv an, wenn ihre Mitarbeiter berufsbegleitend studieren. „Die Begleitung erfolgt effizient und zielführend“, so Jan Balcke, Leiter der Ausbildung, Airbus Hamburg. „Gleichzeitig profitiert das Unternehmen durch die persönliche und fachliche Weiterentwicklung und stetige Qualifizierung unserer Mitarbeiter – das ist der Grundstein unseres gemeinsamen Interesses.“









