(openPR) Am 16. Oktober 2004 veröffentlichte die Zeitschrift Astronomy einen Online-Artikel mit dem Titel “Did the Celts see a comet impact in 200 B.C.?“, und zur selben Zeit erschien an dieser Stelle ein ausführlicherer Bericht über den Chiemgau-Impakt. Seitdem sind über fünf Jahre vergangen, und die Forschung zu diesem faszinierenden Projekt ist nicht stehengeblieben, wie zahlreiche Beiträge auf internationalen Konferenzen, in wissenschaftlichen Zeitschriften und auch hier im Internet belegen.
Nun können Interessierte in Vortragsreihen, welche die Forschungsarbeit des Chiemgau-Impakt-Research-Teams und das Ereignis selbst in, für den Laien verständlicher Form aus erster Hand erfahren.
Werner Mayer, Mitglied des Forscherteams, präsentiert Ihnen in einem ca. 1 stündigen kurzweiligen Vortrag die interessantesten Punkte und Erkenntnisse der Forschung. Im Anschluss können Sie die Phänomene und die Forschungsarbeit im Impakt-Museum hautnah erleben.
Termine:
Mittwoch 11.8, 25.8., 8.9. und 22.9. 10:30 bis 11:30 Uhr
Ort:
Tourist-Information Grabenstätt, Schloss-Straße 17, 83355 Grabenstätt
(Schloßökonomie am Rathaus) Tel.: ,
E-Mail: 
Als Ergänzung zum Vortrag und zum Besuch des Museums können Sie das Buch „Chiemgau Impakt – ein bayerisches Meteoritenkraterfeld“. Autor Professor Kord Ernstson, welches vom Verein Chiemgau Impakt e.V. aufgelegt wurde, erwerben. Der Erlös kommt der Forschungsarbeit des Chiemgau Impakt zugute. Das Buch kann auch unter der ISBN 978-3-00-031128-4 in allen Buchhandlungen oder direkt beim Verein bestellt werden.
Chiemgau Impakt e.V.
Hans-Peter Matheisl
Pressestelle
Breslauer Ring 22
83278 Traunstein
Über das Unternehmen
Seit dem Jahr 2000 stieß eine Gruppe von Heimatforschern im Raum zwischen Altötting und Traunstein nahe dem Chiemsee (Südost-Bayern) immer wieder auf eigenartige metallische Stücke im Untergrund, die sich als die extrem seltenen bzw. auf der Erde in natürlicher Form nicht vorkommenden Eisensilizid-Minerale Fe3Si (Gupeiit) und Fe5Si3, (Xifengit) erwiesen. Die Gruppe um Werner Mayer (Bergen), die einen offiziellen Auftrag und eine entsprechende Genehmigung zur Suche nach archäologisch bedeutenden Objekten in der Region besaß, stellte fest, dass das ungewöhnliche Material regelmäßig in der Nähe von auffälligen Kraterstrukturen und an Stellen gefunden wurde, für die ein menschlicher Eintrag kaum vorstellbar war. Die Krater hatten meist einen ausgeprägten Ringwall; einige waren aber - deutlich sichtbar - durch Pflügen bereits eingeebnet worden.
Die Verbreitung der eigenartigen Funde und flächig korrespondierende Auffälligkeiten eines Bienenhonig-Monitoring (durch Dr. B. Raeymaekers (2005)) erregte bei Wissenschaftlern der Universitäten München und Tübingen Interesse und veranlasste die Gruppe Mayer in der Folgezeit zu einem außergewöhnlichen Programm der systematischen Erforschung der Geländebefunde, in deren Verlauf die Idee des Einschlages eines extraterrestrischen Körpers in historischer Zeit immer mehr Gestalt annahm. Nach gewissen Konflikten mit Wissenschaftlern der genannten Universitäten entschloss sich die Gruppe der Heimatforscher dazu, Dr. Michael Rappenglück, Astronom und Archäoastronom, Institut für Interdisziplinäre Forschung Gilching, Prof. Dr. Kord Ernstson, Geologe, Geophysiker und Impaktforscher von der Universität Würzburg, sowie Privatdozent Dr. Uli Schüßler, Mineraloge und Petrologe, ebenfalls von der Universität Würzburg, um wissenschaftliche Unterstützung bei der weiteren Untersuchung des Phänomens zu bitten. Es kam zu einem Zusammenschluss der Entdecker um Werner Mayer mit den genannten Wissenschaftlern zum Chiemgau Impact Research Team (CIRT), zu dem Barbara Rappenglück, M.A., als Historikerin, hinzukam, nachdem auch die geschichtliche Bedeutung des Phänomens immer offensichtlicher wurde.