(openPR) Am Samstag, den 7. August 2010, verleiht die Hermann-Hildebrandt-Stiftung zum ersten Mal ein mit 3.000 € dotiertes Stipendium an einen jungen Nachwuchsdirigenten. Ausgezeichnet wird damit Johannes Klumpp, der das Stipendium im Rahmen des Abschlusskonzertes der 18. Hundisburger Sommerakademie von der Stifterin, Regine Hildebrandt, entgegen nehmen wird.
Hermann Hildebrandt, Mitbegründer und erster Chefdirigent des damaligen Berliner Sinfonie-Orchesters, des heutigen Konzerthausorchesters, war es ein besonderes Anliegen, den dirigentischen Nachwuchs nachhaltig zu fördern. Um dies dauerhaft zu ermöglichen, begründete seine Tochter, Regine Hildebrandt, im Jahr 1990 die Hermann-Hildebrandt-Stiftung mit Sitz in Mainz.
Mit der Vergabe des Stipendiums wird dem Ausgezeichneten die Möglichkeit eröffnet, dem Chefdirigenten des Konzerthausorchesters Berlin, Lothar Zagrosek, regelmäßig zu assistieren. Der intensive Austausch mit einem der Nachfolger Hermann Hildebrandts wird die musikalische Weiterentwicklung des Künstlers unterstützen. Zusätzlich werden dem Stipendiaten weitere Konzertengagements verschafft.
Der Stipendienempfänger Johannes Klumpp studierte in Weimar Dirigieren und Viola. 2006 wurde er „aufgrund besonderer künstlerischer Leistungen in Verbindung mit beispielgebender Haltung im Sinne von Franz Liszt“ mit dem Franz-Liszt-Preis ausgezeichnet.
Bei der Sommermusikakademie Schloss Hundisburg ist er seit 2007 Dirigent des Akademieorchesters. Ebenfalls seit 2007 leitet er das Akademische Orchester Freiburg; im Herbst dieses Jahres konnte er sich beim renommierten Dirigierwettbewerb in Besançon unter 300 Teilnehmern bis ins Finale durchsetzen.
Seine Konzerttätigkeit führte ihn vor diverse Orchester wie das Beethoven-Orchester Bonn, das Stuttgarter Kammerorchester, die Württembergische Philharmonie Reutlingen und die Jenaer Philharmonie. Seit 2005 ist er Stipendiat im Dirigentenforum des Deutschen Musikrates, seit 2008 in der zweiten Förderstufe. Beim Deutschen Hochschulwettbewerb 2008 „in memoriam Herbert von Karajan“ wurde er mit dem 1. Preis sowie dem Sonderpreis für „begleitendes Dirigieren“ ausgezeichnet.
Hermann-Hildebrandt-Stiftung
Kaiserstraße 26-30
55116 Mainz
Ansprechpartner: Etienne Emard, Generalsekretär
Tel.: (06131) 22 69 12
Fax: (06131) 22 81 45
www.hermann-hildebrandt-stiftung.de
Über das Unternehmen
Die Hermann Hildebrandt-Stiftung wurde von Regine Hildebrandt, der Tochter des Dirigenten Hermann Hildebrandt, im Jahre 1990 zur Erinnerung an das Leben und Werk ihres Vaters, dem Dirigenten Hermann Hildebrandt, begründet. Stiftungszweck ist die Förderung der praktischen Ausbildung des Dirigentennachwuchses.
Hermann Hildebrandt wurde in Straßburg/Elsass geboren und wuchs in Frankfurt/Main auf. Er studierte in Berlin und Köln. Erst nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft setzte die kontinuierliche berufliche Entwicklung des Dirigenten ein, Heidelberg (1945/46) und Stuttgart (Stuttgarter Philharmoniker) waren die ersten Stationen.
1952 wurde Hildebrandt als Chefdirigent des Ost-Berliner Städtischen Sinfonie-Orchesters berufen, dessen rasch zunehmendes künstlerisches Ansehen im Wesentlichen seiner Aufbauarbeit zu danken war. Als die politischen Gegebenheiten der Berliner Tätigkeit ein Ende setzten, übernahm Hildebrandt als Generalmusikdirektor die Leitung der Nordwestdeutschen Philharmonie.
1962 berief ihn das Zweite Deutsche Fernsehen als Chefdirigent und Berater für das musikalische Programm. Das Aufgabengebiet umfasste sinfonische Produktionen, Fernseh-Opern, aber auch Fernseh-Konzerte mit gemischten Programmen. Hildebrandts erfolgreiche Reihe "Wie schön ist doch Musik" - Fernsehkonzerte, die er dirigierte und kommentierte - war Jahre hindurch ein wesentlicher Bestandteil des ZDF-Musikprogramms und hat ihn bei einem Millionenpublikum bekannt und populär gemacht.
Als Gast dirigierte Hermann Hildebrandt zahlreiche bedeutende Orchester, darunter die Berliner Philharmoniker, das Radio Symphonie Orchester Berlin, das Radio Symphonie Orchester Frankfurt, die Münchener Philharmoniker, das Bayerische Staatsorchester, die Bamberger Symphoniker, die Philharmonia Hungarica, die Wiener Symphoniker, das Mozarteum-Orchester Salzburg, die Dresdener Philharmoniker, die National-Philharmonie Budapest, das Orchester der Berliner Staatsoper sowie die Sinfonieorchester zahlreicher in- und ausländischer Rundfunkstationen.
Hermann Hildebrandt hat sich für eine zeitgemäße Ausbildung des Dirigiernachwuchses engagiert und vor allem eine verantwortungsbewusste Förderung nach dem Studium als Bestandteil künstlerischer Entwicklung junger Dirigentinnen und Dirigenten gefordert. Dieser Idee ist die Hermann-Hildebrandt-Stiftung verpflichtet.