(openPR) Ein Portraitabend des Schriftstellers Ulrich Schacht
Am 7.7.2011 findet um 18 Uhr im 2. Stock der Berliner Technischen Kunsthochschule, Bernburger Straße 24-25, ein Portraitabend über und mit dem Schriftsteller Ulrich Schacht statt. Eröffnet wird der Abend mit filmischen und fotografischen Arbeiten der Studenten Anne Eger und Ulli Burger, die im April 2011, im Rahmen eines freien Projekts der Klasse Professor Grimmling, den Schriftsteller an seinem Wohnort in Schweden besuchten und ihre ganz eigene Wahrnehmung seiner künstlerischen wie politischen Persönlichkeit mit nach Deutschland brachten. Ulrich Schacht wird, neben der Bereitschaft zu Gesprächen mit den Gästen, auch aus seinem im Frühjahr bei Aufbau erschienenen autobiografischen Erfolgsbuch „Vereister Sommer“ lesen, das die FAZ als ein „literarisches Meisterwerk“ lobte, und neue Gedichte aus seinem im Herbst in der in Schweden ansässigen deutschen Edition Rugerup erscheinenden Lyrikband „Bell Island im Eismeer“ vorstellen, die sich vor allem im poetischen Resonanzraum nördlicher Landschaften bewegen und in immer neuen Anläufen das elementare Verhältnis von Mensch und Natur umkreisen.
Ulrich Schacht wurde 1951 im Frauengefängnis Hoheneck in Stollberg/Sachsen geboren, wo seine Mutter aus politischen Gründen inhaftiert war. Er wuchs in Wismar, dem Heimatort der Familie, auf. Nach Handwerkslehre und Sonderreifeprüfung studierte er in Rostock und Erfurt evangelische Theologie. 1973 wurde er in der DDR wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt und 1976 vorzeitig in die Bundesrepublik Deutschland freigekauft. Er studierte anschließend Politische Wissenschaften und Philosophie in Hamburg und arbeitete später als Feuilletonredakteur und Chefreporter für Kultur der Zeitungen Die Welt und Welt am Sonntag sowie als Autor diverser Periodika, darunter Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Focus, Die Zeit, Rheinischer Merkur, Cicero, Merkur, Sinn und Form, Die Politische Meinung, liberal. Bis 2010 war er auch ständiger Kolumnist der Volksstimme (Magdeburg). Der seit 1998 freischaffende Autor und Publizist, der bisher über fünfzehn Lyrik-, Prosa- und Essaybände veröffentlichte, wohnt heute in Schweden. Er hat zahlreiche Literaturpreise und –stipendien erhalten, zuletzt das Literaturstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 2011 sowie das Hermann-Hesse-Stipendium der Hermann-Hesse-Stiftung Calw für das Jahr 2012. 1990 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis für herausragenden Journalismus. Er ist Mitglied des PEN, der Hamburger Autorenvereinigung und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.












