(openPR) Inkassogesellschaft setzt auf neuartige Verfahren für einen effektiven Forderungseinzug
Von Rechtsanwalt Wolfram Giese
Osnabrück – 19. April 2005
Mehr als eine Atempause war es wohl nicht. Ging laut Statischem Bundesamt die Zahl der Insolvenzen im Jahr 2004 leicht auf die immer noch rekordverdächtige Zahl von rund 39000 zurück, wird in diesem Jahr wieder mit einem erheblichen Anstieg gerechnet. Ein nicht ganz unwesentlicher Grund für die Zusammenbrüche vor allem kleiner und mittelständischer Unternehmen ist die schlechte Zahlungsmoral vieler Kunden. Oft zieht sie hohe Aufwendungen nach sich – und doch wird ihr nicht immer mit der erforderlichen Intensität nachgegangen.
Die Gründe hierfür sind meistens vielfältig. Etliche Betriebe scheuen sich davor, einen Konflikt mit ihren Kunden zu riskieren und nehmen deswegen mit ausbleibenden Zahlungen verbundene Liquiditätsengpässe in Kauf. Zu der mangelnden Überwachung von Zahlungseingängen gesellt sich so oftmals ein nachlässiges Mahnwesen. Nachdem erste Mahnschreiben nicht zum Erfolg geführt haben, erscheint es vielen Unternehmen überdies zu mühselig, das Mahnverfahren fortzuführen. Dr. Alexander Ey, Mitglied der Geschäftsleitung der MediaFinanz Inkassogesellschaft aus dem niedersächsischen Osnabrück, sieht eine weitere Ursache in der Angst vor zu hohen Kosten eines gerichtlichen Mahnverfahrens: „Mit der Höhe der Forderungssumme und des Streitwertes steigen auch die Kosten, die entrichtet werden müssen, bevor es überhaupt zum Erlass eines Mahnbescheides kommt.“ Wird zusätzlich ein Rechtsanwalt mit der Durchführung des gerichtlichen Mahnverfahrens beauftragt, entstehen bei einer Forderungssumme von bis zu 300 Euro bereits Gesamtkosten von gut 50 Euro.
Bereits ein außergerichtliches Verfahren kann teuer werden -
Im Vorfeld einen Rechtsanwalt oder ein Inkassounternehmen mit der Durchführung eines außergerichtlichen Mahnverfahrens zu beauftragen, kann, aber muss nicht unbedingt kostengünstiger sein. Fallen für die Tätigkeit des Rechtsanwalts regelmäßig Gebühren an, so sind es bei vielen Inkassounternehmen sogenannte Negativpauschalen in Höhe von bis zu 20 Euro und zusätzliche pauschale Erfolgsprovisionen. „Diese nicht unerhebliche Kostenbelastung möchten wir unseren Auftraggebern ersparen“, erläutert Dr. Alexander Ey den Grund, warum MediaFinanz seinen über 3000 Mandanten – davon ein Großteil mittelständischer Unternehmen – seine Dienstleistungen kostenlos anbietet.. Ermöglicht wird dies dadurch, dass man bei dem Osnabrücker Unternehmen konsequent auf die Arbeit mit modernen Informationstechnologien setzt. Per Internet können Gläubiger ihre Forderungen – auch bereits Kleinstforderungen von einem bis 100 Euro - bei MediaFinanz anmelden. In diesem Rahmen besteht für Unternehmen auch die Möglichkeit, durch die Integration einer Schnittstelle die in ihren Warenwirtschaftssystemen enthaltenen Forderungsdaten in automatisierter Form an das Online-System der Inkassogesellschaft zu übermitteln sowie Zahlungseingänge und den Sachstand der einzelnen Forderungen direkt in der eigenen Buchhaltung abzubilden.
Ansprache der Schuldner auf „mehreren Kanälen“ -
Bereits am Tag der Forderungsanmeldung wird ein erstes Mahnschreiben abgesandt. Danach folgen gegebenenfalls weitere Stufen eines Verfahrens, das die Schuldner auf mehreren Wegen ansprechen soll. Dabei wird auf eine branchenspezifische Kommunikation Wert gelegt. So kann es sich bei den Mandanten aus dem Bereich e-commerce als effektiv erweisen, dass die Mahnung nicht nur postalisch, sondern auch per e-Mail an die Schuldner versandt wird. Für Mandanten aus der Telekommunikationsbranche sind dagegen die auf Post- und e-Mail-Versand folgenden Stufen der per SMS und schließlich per Telefon vorgenommenen Kontaktaufnahme mit dem Schuldner sinnvoller.
Vermittlung per Telefon entschärft die Emotionen -
Ohnehin ist es die Mahnung per Telefon, die bei vielen zahlungsunwilligen Schuldnern zum Erfolg führt, ohne dass es zur Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens durch die Vertragsanwälte von MediaFinanz kommen muss. „Die Mitarbeiter unseres Call-Centers setzen immer alles daran, einen höflichen und freundlichen Umgang mit den Schuldnern zu pflegen. Wir wollen die Beziehung zwischen Kunden und Lieferanten nämlich nicht belasten, sondern als Vermittler auftreten“, so Maximilian Suermann. Diesem Ziel dienten beispielsweise Ratenzahlungsvereinbarungen mit den Schuldnern. Sie trügen nicht nur zu einer hohen Erfolgsquote beim Forderungseinzug bei, sondern führten auch dazu, dass der Lieferant sein Image wahren könne. Schließlich sei es nicht der Unternehmer selbst, sondern die Inkassogesellschaft als „Bindeglied“, die auf die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen hinwirke.
Transparenz ist jederzeit gewährleistet -
Unabhängig davon, welche Stufe des Mahnverfahrens gerade beschritten wird – die Mandanten können alle einzelnen Schritte in Echtzeit nachvollziehen. So besteht zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, über das passwortgeschützte Mandanten-Online-System via Internet den Sachstand sämtlicher Forderungen einzusehen.








