(openPR) Berlin, 21. Juli 2010 – Mit TimeMap Berlin kann man erstmals online historische Karten von Berlin mit dem heutigen Satelliten- oder Kartenbild verbinden und die heutige Situation mit historischen Zuständen vergleichen. Die Firma Shoothill aus dem englischen Shrewsbury hat mit TimeMap ein in Microsoft Silverlight programmiertes Instrument entwickelt, mit dem sich Karten direkt in die Luftbilder von Bing-Maps (Microsofts Alternative zu Google Maps) einblenden lassen. „Wir haben einen skalierbaren Rahmen entwickelt, der sich einfach und flüssig über die Bing-Map bewegen lässt“, erklärt Rod Plummer, Geschäftsführer von Shoothill. „Wie mit einer ‚Zeitlupe‘ kann man in diesem Rahmen über eine Zeitleiste zwischen verschiedenen Karten und damit Zeitstufen wählen. So ermöglicht TimeMap eine Zeitreise durch die Entwicklungsstadien der Stadt.“ Man kann aber auch den Rahmen stehen lassen und die Karte darunter hindurch bewegen. Außer der Leiste mit den Jahreszahlen gibt es rechts noch Icons mit allgemein bekannten Sehenswürdigkeiten.
Die Karten-Transparenz ist von 0-100% einstellbar, was dem Nutzer erlaubt, stufenlos zwischen historischem und aktuellem Zustand zu wechseln. Die Karten wurden so bearbeitet, dass sie an jeder Stelle der Karte auf das Sattelitenbild bezogen sind. Abweichungen im Kartierungsverfahren oder Ungenauigkeiten verstärken sich also nicht zum Rand hin.
Eine „Zeit-Karte“ für Berlin
„Jetzt können wir auch eine Zeitreise für Berlin anbieten, das ist dank der Zusammenarbeit mit dem Berliner Portal für historische Stadtpläne alt-berlin.info und Culture to go GbR gelungen“, erläutert Rod Plummer. Recherche und Aufbereitung der historischen Pläne besorgte Mirko Tamkus, der Betreiber von alt-berlin.info. Die redaktionelle Bearbeitung übernahm Culture to go. „Hier handelt es sich wirklich um einen Glücksfall, dass drei Akteure sich zusammengetan haben, um eine gemeinsame Idee zu verfolgen: historisches Wissen auf innovative Weise zu erschließen“, meint Dr. Michael Müller, einer der Geschäftsführer von Culture to go. „Wer sich für die Stadtgeschichte interessiert, kennt das Problem: Es ist faszinierend, auf alten Karten und Plänen die historische Entwicklung nachzuverfolgen, aber man muss sich schon recht gut auskennen, um das Kartenbild mit der heutigen Situation verbinden zu können“, so Michael Müller. „Mit TimeMap ist dies auch für den Laien problemlos möglich. Und es macht richtig Spaß, mit dem eleganten Tool durch die Geschichte zu surfen.“
Für Berlin wurden folgende Karten ausgewählt: 1869 - die beginnende Erweiterung zur Weltstadt; 1893 - die Stadterweiterung der Gründerzeit; 1926 - im Wesentlichen der Vorkriegszustand; 1957 - die Nachkriegssituation für den Kernbereich Westberlins in einer eindrucksvollen Zeichnung mit noch riesigen unbebauten Arealen. Im vollen Umfang kann man TimeMap Berlin im Bereich Innenstadt West nutzen, weil dort alle vier Karten verfügbar sind. Weitere Projekte sind in Vorbereitung.












