(openPR) Familien und Einkommensschwache am meisten benachteiligt / fünf bis sechs Milliarden Euro Verlust befürchtet
London, 20. Juli 2010. Internationales Webportal wendet sich gegen Luftverkehrssteuer: Cheapflug.de, Pionier und einer der internationalen Marktführer für die Suche nach und den Vergleich von Flugpreisen, spricht sich im Namen der Verbraucher gegen die Einführung einer Luftverkehrssteuer von 13 Euro für Kurz- und Mittelstreckenverbindungen und 26 Euro für Langstrecken aus. Gerade Familien und einkommensschwache Bevölkerungsschichten würde diese Abgabe treffen.
„Als Verbraucherportal sind wir besorgt, dass in dem andauernd schwierigen wirtschaftlichen Klima für die europäischen Fluggesellschaften diese nicht nur die Steuern an den Verbraucher weitergeben, sondern auch Verbindungen streichen oder sogar einige Verbindungen zukünftig ab den grenznahen Flughäfen in Nachbarländern anbieten“, sagt Hugo Burge, Chairman Cheapflights Media. „Die Luftfahrt ist ein internationales Geschäft, und das Beispiel der Niederlande zeigt uns, dass sowohl einheimische als auch ausländische Verbraucher alles tun werden, um diese Umweltsteuer nicht zahlen zu müssen. Wir stimmen mit der IATA überein, dass nicht Steuern Emissionen reduzieren, sondern bessere Abläufe und neue Technologien.“
Er fügt hinzu: „Diese Pseudo-Umweltsteuer ist schlecht für Verbraucher, schlecht für die Wirtschaft und wohl auch schlecht für die Umwelt. Diese Steuer macht keinen Sinn – wie die Niederländer bereits bewiesen haben.“
In den Niederlanden sollte die Pauschalabgabe bis zu 350 Millionen Euro zusätzlich in die Staatskassen spülen. Tatsächlich hat die niederländische Luftfahrt- und Reisebranche einen Verlust von etwa 1,2 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Für Deutschland erwartet der Wirtschaftsökonom Dr. Jan Veldhuis vom SEO Economisch Onderzoek in Amsterdam einen wesentlich größeren wirtschaftlichen Schaden. Er spricht von fünf bis sechs Milliarden Euro sowie einem unvermeidlichen Abbau von Arbeitsplätzen in der Touristikbranche.
Es ist zu erwarten, dass die Passagiere auf grenznahe Flughäfen in benachbarte Ländern ausweichen. Ähnliches befürchten die Luftfahrtunternehmen in Großbritannien, wo eine Air Passenger Duty eine ähnliche Situation verursacht: Mit der jetzt geplanten Erhöhung dieser Abgabe für alle Flüge ab Großbritannien fliegen Geschäftsreisende und Urlauber zukünftig günstiger, wenn sie bei Langstreckenflügen keine Direktverbindung buchen, sondern eine Umsteigeverbindung auf dem europäischen Festland nutzen.
Mit Einführung der Luftverkehrssteuer in Deutschland würden hauptsächlich die deutschen Regionalflughäfen unter der Abwanderung leiden. Darüber hinaus entsteht mehr Verkehr auf der Straße. Eine ökologische Komponente ist im Gesetzesentwurf generell nicht berücksichtigt: Umsteigepassagere in Deutschland werden nicht besteuert, Flüge mit Privatjets ebenfalls nicht, und es spielt bei der Höhe der Abgabe keine Rolle, ob die Fluggesellschaft eine neue, moderne Maschine einsetzt oder ein altes Modell mit höheren Emissionswerten.






