(openPR) Halle (Saale) – 07.07.2010. Nachwuchskräfte des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben besuchten vergangene Woche das Existenzgründerzentrum Biocity in Leipzig. „Der Besuch von drei Unternehmen hat uns einen Blick über den Tellerrand ermöglicht“, so Martin Mau, Sprecher der Doktorandenvertretung des Instituts. Die Doktoranden – aus Iran, Indien, Ghana und weiteren Ländern – forschen an und mit Pflanzen und nicht mit Bakterien oder Stammzellen. Die Fachexkursion beinhaltete ausführliche Vorträge, Diskussionen und Rundgänge in Labore, Produktionsstätten und Gewächshäuser.
Nicole Schmid, eine Teilnehmerin meint: “Die Doktoranden des IPK sind mehrheitlich aus dem Ausland. Da ist es für uns Biochemiker und Biologen natürlich sehr spannend, international agierende Unternehmen näher kennenzulernen.“
Mit VITA 34 AG erhielten die Nachwuchswissenschaftler einen Einblick in die älteste und größte deutsche Nabelschnurblutbank. 70.000 Präparate sind in Leipzig eingelagert. Hier werden Nabelschnurblut-Stammzellen aufbereitet, konserviert und gewonnen. Das Nabelschnurblut ist reich an gesunden und jungen Stammzellen. Durch die Einlagerung können Eltern ihren Kindern eine vielversprechende Gesundheitsvorsorge geben.
„Die Fachexkursion hat realitätsnahe Beispiele für das Arbeitsumfeld eines Nachwuchswissenschaftlers in der Region gegeben. Ich bin überrascht, welche interessanten Geschäftsideen in Mitteldeutschland existieren“, so Lydia Gerson, eine weitere Teilnehmerin.
Neben VITA wurde mit dem Geschäftsführer Herrn Struhalla vom Unternehmen c-LEcta GmbH sehr intensiv das Geschäftsmodell besprochen und diskutiert, welche Schwierigkeiten bei Existenzgründung in der Regel vorherrschen. Am Ende konnten sich die Teilnehmer beim Unternehmen Bioplanta davon überzeugen, welche ausgefeilten Möglichkeiten es bei der Entwicklung von Verfahren zur Produktion pflanzlicher Extrakte für Medikamente, Kosmetika und Nahrungsmittel gibt.
„Ziel war es auch, den Dialog zwischen Wissenschaftlern und Unternehmern aus der Region zu fördern und den Teilnehmern neue und vor allen Dingen andere Gesichtspunkte der Forschung aufzuzeigen. Die zahlreichen Fragen und kritischen Bemerkungen während der Diskussionen zeigten, dass ein großes Interesse an der jeweiligen Sache existierte“, so Harald Wolf von der BIO Mitteldeutschland GmbH, die die Studienreise nach Leipzig mit organisierte.










