(openPR) Wangen, 30. Juni 2010 – Der Markt der elektrisch betriebenen Fahrzeuge befindet sich im Aufschwung. Das Wangener Ingenieurbüro MSR-Office möchte sich in diesen Bereich verstärkt einbringen. Durch die Kooperation mit EnBW ist dazu der Grundstein gelegt. Im Interview spricht Geschäftsführer Christian Roth über die Zukunft der E-Mobilität und kündigt eine neue Produktreihe an.
Wie unterscheiden sich elektrisch betriebene von herkömmlichen Fahrzeugen?
Christian Roth: Die Fahrzeuge besitzen ein Batteriepack und haben weder Getriebe noch Verbrennungsmotor. In der heutigen Anfangsphase der Elektromobilität muss der Fahrer sehr vorausschauend mit der verfügbaren Energie der Batterie umgehen. Die zunächst ohnehin begrenzte Batteriereichweite kann durch entsprechende Einflussfaktoren wie Geländeform als auch Umgebungstemperatur maßgeblich beeinflusst werden. Eine Batterie entlädt sich bei niedrigen oder sehr hohen Umgebungstemperaturen sowie Steigungen deutlich schneller. Dagegen kann bergab Energie gespart werden.
Sie sind Partner der EnBW und statten die größte Elektroflotte Deutschlands mit Datenaufzeichnungsgeräten aus. Wie kam es zu der Kooperation?
Christian Roth: EnBW suchte einen Partner für die Erfassung und Fernübertragung der in den E-Bikes gesammelten Daten. MSR-Office besitzt in diesem Bereich langjährige Erfahrung und vorentwickelte Produkte. Obwohl die Zeitvorgaben eng waren, haben wir es geschafft, ein passendes System für das Projekt zu entwickeln und produzieren. Durch hohes Engagement unserer Mitarbeiter kann die Flotte pünktlich am 4. Juli in Betrieb gehen.
Warum sind die Datenaufzeichnungsgeräte für das Projekt der EnBW so wichtig?
Christian Roth: Das Elektrofahrzeug allein reicht nicht aus. Es gibt weitere wichtige Komponenten. Das Datenaufzeichnungsgerät gehört dazu. Es zeichnet Werte wie den Ladezustand des Akkus, das gefahrene Höhenprofil, die Fahrgeschwindigkeit, die Außentemperatur und die GPS-Koordinaten permanent auf. Das System, das wir für die EnBW-Flotte entwickelt haben, liefert diese Daten und sendet sie anonymisiert per Handyfunk an ein Rechenzentrum.
Wie wird sich die Datenaufzeichnung in Elektrofahrzeugen weiterentwickeln?
Christian Roth: Zukünftig werden die Daten im Fahrzeug in Echtzeit verarbeitet. Im Moment werden sie zentral über Handyfunk an einen zentralen Datensammler übertragen und nachträglich ausgewertet. So kann unter anderem der Fahrer seine gefahrene Strecke später über Smartphone-Apps abrufen. Zukünftig findet diese Verarbeitung direkt im Fahrzeug statt. Die Daten werden gekoppelt mit einem intelligenten Navigationssystem, das die notwendigen Werte vorausschauend verarbeitet. Parallel dazu werden derzeit von Firmen Konzepte entwickelt, wie der Einsatz von Elektrofahrzeugen wirtschaftlich sinnvoll werden kann. Man denkt über Carsharing, Firmenflotten oder Flotten für Urlauber nach.
Wird MSR-Office in Zukunft weitere Produkte im Bereich Elektromobilität vorstellen?
Christian Roth: Das Thema ist für uns sehr interessant. Deshalb entwickeln wir momentan eine Produktreihe für diesen Bereich. Wir werden der Öffentlichkeit noch in diesem Herbst ein erstes Datenrecorder-Telemetriesystem für E-Mobilität vorstellen.













