(openPR) Was wäre es doch schön, wenn es im Sinne der Verbrauchertransparenz dieses eine Vergleichskriterium bei der Baufinanzierung wirklich geben würde! Aber lassen Sie sich keine Märchen erzählen, der Effektivzins ist die wohl meist überschätzte Information, jetzt mehr denn je. Mit der Umsetzung der neuen Verbraucherkreditrichtline im Juni 2010 hat der Gesetzgeber mit dem Ziel der verbesserten Transparenz leider ein Eigentor geschossen. Der Verbraucher wird nicht nur mit neuen Begriffen wie Sollzins und Sollzinsbindungsperiode konfrontiert, es geschehen auch wirklich märchenhafte Dinge: der ausgewiesene Effektivzins ist teilweise deutlich niedriger als der tatsächlich zu zahlende Sollzins. Wer soll das verstehen? Statt Transparenz verständliche Verunsicherung bei den Verbrauchern!
Mit dem neuen Gesetz wird der Effektivzins für die rechnerische Gesamtlaufzeit des Darlehens berechnet und nicht wie bisher nur bis zum Ende der Zinsfestschreibung. Wird das Darlehen nicht innerhalb der Sollzinsbindungsperiode getilgt muss der Kreditgeber für die Anschlussfinanzierung einen Zinssatz für die Berechnung des Effektivzinses prognostizieren. Wie er das macht, bleibt ihm überlassen. Konservativ vorsichtige Kreditgeber rechnen in dieser Niedrigzinsphase mit deutlich höheren Anschlußzinsen, andere mit stabil gleichbleibenden oder mit noch niedrigeren, zum Beispiel dem EURIBOR. Wer das macht, weist natürlich phantastisch niedrige Effektivzinsen aus, die dem Verbraucher aber gar nicht weiter helfen, wenn in 10 oder 15 Jahren das Zinsniveau bei 7 oder 8% liegt und die vermeintlich günstige Finanzierung dann nicht mehr tragbar ist.
Was zählt, sind harte Fakten und nicht Zinsprognosen. Das kleine 1 x 1 für den Baufinanzierungsvergleich ist schnell aufgezählt: Monatliche Belastung, Sollzins, Darlehenslaufzeit, Gesamtkosten während der Darlehenslaufzeit und Restschuld am Ende der Zinsbindung. Flexibilität und Kalkulationssicherheit sind die weiteren entscheidenden Größen. Die einfache Faustformel lautet: wer schnell tilgt, hat die geringsten Gesamtkosten! Günstige Zinsen möglichst lange sichern aber gleichzeitig sich das richtige Maß an Flexibilität erhalten.
Da hilft der Effektivzins, diese mystische Größe, die kaum jemand versteht und oftmals plakativ in den Schaufenstern hängt, nicht weiter.
Das Fazit: Lassen Sie sich keine Märchen vom Effektivzins erzählen und misstrauen Sie Schnäppchenangeboten – wer sicher gehen will lässt sich vom unabhängigen Experten eine Gesamtkostenberechnung mit einem realistischen Anschlusszins erstellen.
Für einen verbraucherorientierten, banken- und produktunabhängigen kostenlosen Baufinanzierungsvergleich steht Ihnen das Team von TGI Finanzpartner GmbH & Co. KG zur Verfügung. Die transparente und individuelle Finanzierungslösung bezieht selbstverständlich auch öffentliche Fördermittel und KfW-Darlehen mit ein. Die Kooperationspartner der Investitionsbank S-H beraten und übernehmen für die Kunden die Beantragung und begleiten die Finanzierung in allen Phasen.













