(openPR) Durchschnitts-„Häuslebauer“ ist 38 Jahre alt
16.06.2010, Münster (LBS). Wenn sich jemand hierzulande die Schlüssel zu seinem ersten Wohneigentum abholt, ist er im Durchschnitt bereits 38 Jahre alt und lebt in einem Drei-Personen-Haushalt. Umsteiger wechseln im Mittel mit 48 Jahren noch einmal ihre Bleibe. Das sind nur einige Ergebnisse der aktuellen LBS-Wohneigentumsstudie.
Der Ersterwerber leistet sich ein Eigenheim, das im Durchschnitt 182.000 Euro kostet. Immerhin 66.000 Euro oder 36 Prozent bringt er als Eigenkapital in Form von Geld und Eigenleistung in die Finanzierung mit ein. Der Umsteiger hat mit 142.000 Euro oder 61 Prozent eine deutlich höhere Eigenkapitalquote und kauft mit durchschnittlich 233.000 Euro auch teurere Immobilien. Ein Grund für die höhere Eigenkapitaldecke des Umsteigers: Er kann in der Regel den Verkaufserlös der alten Immobilie in den Erwerb mit einfließen lassen.
Das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen beider Gruppen liegt bei 3.460 Euro. 812 Euro davon bezahlen Bauherren oder Käufer pro Monat für die Finanzierung ihres Neubaus oder ihrer Gebrauchtimmobilie. „Dabei zählen Bausparguthaben zu den wichtigsten Eigenkapitalkomponenten“, sagt LBS-Sprecher Bernd Pütz. 42 Prozent aller Erwerber konnten laut der Wohneigentumsstudie darauf zurückgreifen. Im Schnitt standen ihnen über Bausparverträge rund 40.000 Euro Eigenkapital zur Verfügung.
Bausparer kommen früher ins Eigenheim
Durch das gezielte Vorsparen schafften es Bausparer der Untersuchung zufolge drei Jahre früher ins Eigenheim als Nicht-Bausparer. Und das, obwohl sie im Vergleich über das deutlich geringere Haushaltsnettoeinkommen verfügten. Wurden Bausparguthaben und Bauspardarlehen zur Finanzierung eingesetzt, deckten diese Summen gut ein Fünftel der Objektkosten.
„Bedenkt man, dass Wohn-Riester erst in einigen Jahren seine volle Wirkung entfalten wird, werden sich die Vorteile des Bausparens in der Eigenheimfinanzierung noch weiter verstärken“, sagt Bernd Pütz. Unabhängige Untersuchungen von Finanztest hatten unlängst Finanzierungsvorteile über das Riester-Bausparen von rund 50.000 Euro gegenüber einer sonstigen Baufinanzierung.
Schon heute gilt: Der Bausparvertrag ist mit 45 Prozent noch vor dem Bankguthaben mit 37 Prozent die beliebteste Einstiegssparform für den Wohneigentumserwerb.










