(openPR) Pünktlich zum Bildungsgipfel im Kanzleramt fordert Helmut Anheier, den Sinn von Universitäten heute zu klären, bevor sie gebührenpflichtig werden.
In seinem Kommentar für “The European” analysiert der Dean der “Hertie School of Governance” die deutsche Bildungsdebatte als ständige Wiederholung überkommener Denkmuster: “Seit fast 200 Jahren wissen deutsche Bildungseliten scheinbar, was Universität ist und was es bedeutet, Student und Professor zu sein. An der Organisation und der Finanzierung habe sich nicht allzu viel zu ändern.”
Anheier kritisiert, dass seitens der Akademiker reflexhaft eine Übernahme der Kosten durch die Gesellschaft erwartet werde. Auch das Humboldt'sche Bildungsideal will er auf den Prüfstand stellen: “Dass die Universitäten in einer Welt existieren, die sich Humboldt wahrscheinlich gar nicht vorstellen konnte, […] ist leichter zu übersehen, wenn man den verklärten Blick auf ein Bildungsideal gerichtet hält, welches immer Ideal und nie Realität war.”
Eine sofortige flächendeckende Einführung von Studiengebühren hält Anheier dennoch nicht für zielführend. Vielmehr “sollte ein Moratorium verabredet werden, Studiengebühren vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussion auszusetzen und die Zeit zu nutzen, über Grundsätzliches nachzudenken, bevor die Situation noch unübersichtlicher und heilloser wird”.
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