(openPR) Das Studierendenparlament (SP) der Fachhochschule Aachen hat gestern am 13. Mai 2009 folgende Feststellung verabschiedet; Hier heist es, dass Zinseinnahmen aus den Studiengebühren nicht zurück in den Haushaltstitel der Studiengebühren fließen, sondern dem allgemeinen Haushalt zugeführt werden. Andererseits verausgabt die FH nicht die gesamten Einnahmen durch die Studiengebühren und häuft somit ein Vermögen an, welches von den Studierenden getragen wird. Deshalb fordert das SP eine einmalige Aussetzung der Studiengebührzahlung und folgend eine Anpassung der Höhe der Studiengebühren an den tatsächlichen Bedarf. Entsprechende Anträge werden auf der kommenden Senatssitzung am 28.05.09 durch die studentischen Senatoren eingebracht.
Das Studierendenparlament erklärt weiter, dass die Hochschulleitung keine Kenntnis über die Höhe der Zinseinnahmen aus Studiengebühren hat und dies untragbar für die gesamte Studierendenschaft ist. Die Einnahmen durch Studiengebühren betrugen 2008 ca. 6,7 Milionen. Der nicht verausgabte Betrag ohne Zinsertrag beläuft sich auf dabei 3,23 Mio. Euro. Genau dieser Betrag entspricht der Studiengebührensumme, welche in einem Semester von der Studierendenschaft bezahlt wird. Daraus begründet das SP seine erste Forderung nach der Aussetzung der Gebühren für ein Semester.
Im Weiteren beruft sich das Studierendenparlament auf das Hochschulgesetz des Landes NRW, in dem ausdrücklich eine zeitnahe Verausgabung und einen an den Bedarf der Hochschule angepasste Studiengebühr verlangt wird. Daraus ergibt sich für das SP die einzig logische (zweite) Forderung nach einer bedarfsorientierten Erhebung der Studiengebühren.
Die Studierendenschaft der FH Aachen ist der grundsätzlichen Ansicht, dass jegliche Studiengebühren abgelehnt werden und hat als Mitglied des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) auch den "Krefelder Aufruf" unterschrieben.
Bitte beachten Sie hierzu den Bericht über die Verwendung der Studienbeiträge 2008 http://www.fh-aachen.de/fileadmin/groups/dezernat2/studienbeitraege/Jahresbericht_Verwendung_Studienbeitraege2008_24042009.pdf
Als weitere Informationsquelle dient der im Februar 2008 erschienen AStA-Artikel zum Thema unter
18.02.08 Veruntreut die FH unsere Studiengebühren? http://www.asta.fh-aachen.org/index.php?mact=News,cntnt01,detail,0&cntnt01articleid=100&cntnt01returnid=89






