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Nußbaums Forderungen gehen an Berlins Bildungspolitik vorbei

07.06.201017:09 UhrVereine & Verbände
Bild: Nußbaums Forderungen gehen an Berlins Bildungspolitik vorbei
Kitakinder
Kitakinder

(openPR) Der Humanistische Verband Berlin kritisiert deutlich die Forderungen von Finanzsenator Ulrich Nußbaum, der sich am Wochenende u.a. für Kontrollen in den Berliner Kitas aussprach. Nußbaum will prüfen, ob die per Kita-Gutschein bewilligten Betreuungszeiten von den Eltern tatsächlich ausgenutzt werden. „Wir haben keinerlei Verwendungsnachweise und wollen wissen, wo das Geld hingeht“, sagte Nußbaums Sprecher Daniel Abbou am Freitag vergangener Wpoche. Außerdem will der Finanzsenator die Bezirke an den Kosten beteiligen, wenn sie 2011 mehr Betreuungszeiten als im Jahr 2009 bewilligen würden.



Zu diesen Plänen erklärt Marie Wätke, Leiterin der Abteilung Kita beim Humanistischen Verbandes in Berlin: „Herrn Nußbaums Forderungen gehen am selbst formulierten bildungspolitischen Anspruch des Senats weit vorbei. Wer die Kita zur Bildungseinrichtung umgestalten will, darf jetzt nicht mit dem Rotstift an die Bildungsräume herangehen, in denen alle Kinder, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, erreicht werden. Statt jedoch deren tatsächlichen Betreuungsbedarf zu ermitteln, will Nußbaum die Bezirke anscheinend dazu zwingen, bei der Bewilligung von Betreuungszeiten möglichst rigide vorzugehen. Der Bildungsetat ist jedoch der am wenigsten geeignete, um den Berliner Haushalt zu sanieren. Wer hier spart, spart an der Zukunft unserer Stadt.“

Darüber hinaus zerstöre der geäußerte Generalverdacht gegenüber den Trägern von Kindertagesstätten, den Kitazugang von möglichst großen Betreuungszeiten abhängig zu machen, das Vertrauen zwischen Senat und freien Trägern. Er entbehre außerdem jeder Realität, sagte Marie Wätke weiter. Nußbaums Äußerungen verdeutlichen, dass er von der Wirklichkeit in den Kindertagesstätten keinerlei Vorstellungen besitzt. Bei der Kontrolle der tatsächlichen Betreuungszeiten würde Finanzsenator Nußbaum wohl eher einen größeren Bedarf als den derzeit bewilligten ermitteln.

Vielmehr müsse sich der Senat über eine größere Flexibilität im Bereich der Kinderbetreuung Gedanken machen. „In einer Zeit, in der von Arbeitnehmern zunehmende Flexibilität gefordert wird, müssen sich auch die Betreuungszeiten flexibler gestalten lassen“, forderte die Abteilungsleiterin „Humanistische Kindertagesstätten“ beim HVD Berlin.

Der Humanistische Verband in Berlin ist Träger von 23 Kindertagesstätten in der ganzen Stadt und gehört zu den großen Kita-Trägern in der Stadt. Seit 15 Jahren ist er im Bereich der Kindertagesbetreuung engagiert und verfügt über weitreichende Erfahrungen.

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