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Liechtensteins Weg zum universellen Kabelnetz

03.06.2010 • 08:34 Uhr • Medien & Telekommunikation

(openPR) Schaan (Fürstentum Liechtenstein) - Bis 2020 sollen alle Häuser im Fürstentum Liechtenstein an ein modernes universelles Glasfasernetz angeschlossen werden, welches das alte Kupfernetz ablösen wird. Damit werden sich Internet-, Telefonie- und Fernsehdaten in Rekordgeschwindigkeit übertragen. Wie diese Datenautobahn der Zukunft funktioniert, darüber informierten verschiedenen Referenten beim Anlass des Forums für Informations- und Kommunikationstechnologie Liechtenstein – kurz IKT Forum Liechtenstein – am 17. Mai 2010. Die gut besuchte Informationsveranstaltung fand im Verwaltungsgebäude der Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) in Schaan statt.



Elmar Hasler, Präsident des IKT Forums, freute sich in seiner Eröffnungsansprache über die rege Resonanz, auf welche die Einladung gestossen war. Anschliessend referierte Christian Hausmann, der Leiter des liechtensteinischen Amts für Volkswirtschaft, über die volkswirtschaftliche Bedeutung der IKT-Branche für das Fürstentum. Hausmann hob vor allem die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologie als Produktivitätsfaktor hervor.

Im weltweiten Vergleich, so der Amtsleiter, stehe Liechtenstein nicht so gut wie andere Länder da. Insgesamt seien im Fürstentum nur etwa 3,5 Prozent aller Erwerbstätigen im IKT-Sektor tätig. Zusammen erwirtschaften sie einen Beitrag am Bruttoinlandsprodukt von 6,6 Prozent. Ideal, so Hausmann unter Berufung auf OECD-Empfehlungen, sei aber ein Anteil von rund 10 Prozent. Liechtenstein habe daher „ungeheures Potenzial“ im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie, schloss Hausmann seine Analyse.

Hauptreferent des Abends war Max Lanthemann, CEO der Schweizer Saphir Group, einem Unternehmen, das sich auf den Bau und Betrieb von Kommunikationsnetzen spezialisiert hat. Lanthemann gab zuerst einen Überblick über die Struktur der aktuellen Kabelnetze und die technologischen Veränderungen der vergangenen Jahre. „Zunehmende Kommunikationsmöglichkeiten erfordern immer grössere Bandbreiten“, so der Ingenieur. Moderne Glasfaserkabel, die als Datenautobahn für Internet, Telefonie und Übertragung von Fernsehdaten dienen, würden daher in Zukunft die herkömmlichen Kupfernetze ersetzen.

Die Leistungsfähigkeit der Informationsnetze, so Lanthemann, werde ein zunehmend wichtiger Standortfaktor. Die Schweiz hinke derzeit noch der Entwicklung hinterher und sei ein „Glasfaser-Entwicklungsland“, meinte Lanthemann. Ganz im Gegensatz etwa zu Ländern wie Litauen, Schweden oder auch Korea. Liechtenstein habe ideale Voraussetzungen, kostengünstig ein Glasfasernetz aufzubauen. „In Liechtenstein sind alle Netze vereint bei einem Netzbetreiber, den Liechtensteinischen Kraftwerken“, so Lanthemann.

40 Prozent der liechtensteinischen Firmengebäude seien bereits an Glasfaser angeschlossen, berichtete Jörg Lüchinger, Bereichsleiter Netzprovider-Kommunikation bei den LKW. Ziel sei es, bis 2020 alle Häuser des Fürstentums an das ultraschnelle Netz anzuschliessen. „Das Konzept steht, das Geschäftsmodell und der Finanzierungsplan ebenfalls“, so Lüchinger.

Insgesamt gab es reichlich Diskussionsstoff für den anschliessenden Networking-Apéro, zu dem die LKW im Anschluss an die Vorträge eingeladen hatte. Und diskutiert wurde rege. „Rundum ein gelungener Anlass“, befanden die Organisatoren des IKT Forums Liechtenstein.

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