(openPR) Das Internet ist aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Jeder nutzt es. Die Frage ist nur, in welchem Umfang – und wie weit sind persönliche "Offenbarungen" sinnvoll? Ist die Nutzung auch immer nützlich?
Beim Stöbern im Internet stolpert man immer wieder über Foren, Blogs und Chatrooms, in denen Mitmenschen über ihre Vorlieben und Abneigungen plaudern. Persönliche Ansichten werden ausgetauscht, politische Meinungen geäußert, Schimpf und Schande über die Verhaltens- oder Vorgehensweise des einen oder anderen Unternehmens ausgeschüttet, oft werden sogar Freundschaften geschlossen – rein virtuell versteht sich. Kommt man sich dann näher, wird man auch schon mal etwas freizügiger in der Ausdrucksweise. Der andere Fall: Bei der Lösung eines technischen Problems kommt ein Programmierer nicht weiter. Er wendet sich vertrauensvoll an das entsprechende Forum und postet dort seine Frage. Wenn er Glück hat, entwickelt sich daraus eine mehr oder weniger lebhafte Diskussion, die dann idealerweise irgendwann zur Lösung des Problems beiträgt.
Die beschriebenen Internet Nutzer sitzen zu Hause oder im Unternehmen allein am PC und tauschen sich aus. Was viele jedoch außer Acht lassen, ist die Tatsache, dass sie sich und ihre Ansichten damit öffentlich machen. Einmal namentlich genannt in Foren & Co., finden die Suchmaschinen den- oder diejenige immer wieder. Und zwar mit allen qualifizierten – oder auch unqualifizierten – Einträgen und Fotos, die diese Person ins Netz gestellt hat. Die Suchmaschinen durchstöbern systematisch alle öffentlichen Räume – und das sind in diesem Falle alle frei zugänglichen Websites – nach dem eingegebenen Suchwort. Die Ergebnisse sind häufig verblüffend und lassen oft auch einen intensiven Einblick auf die Vorlieben und Verhaltensweisen des Gesuchten zu.
Für Personaler immer wichtiger
Kein Wunder, dass das Internet als Informationsmedium für Personalentscheider immer wichtiger wird. Hier schließt sich der Kreis. Immer häufiger werden die dort aufgefundenen Informationen als Entscheidungskriterium bei der Besetzung von Positionen ins Feld geführt. Fast 30% aller Personalexperten nutzen bereits heute schon das Internet, um an Informationen zur fachlichen und persönlichen Eignung, über Freizeitaktivitäten oder zur Referenzprüfung von Kandidaten zu gelangen. Die Consultants der VON BONIN Personalberatung warnen allerdings davor, sich im Auswahlprozess ausschließlich oder zu stark auf die Ergebnisse einer Internetüberprüfung zu stützen. Dies führe dazu, Jobsuchende voreilig zu beurteilen. Der Internetabgleich von Kandidatenprofilen dürfe lediglich ein Mosaikstein in der Gesamtbeurteilung sein. Ohne Auswahlgespräch oder persönliche Referenzprüfung bei früheren Vorgesetzten bliebe die Aussagekraft der Internetrecherche zu vage. Es gibt allerdings immer wieder Personalentscheider, die über die schnelle Recherche im Internet eine ebenso schnelle Entscheidung treffen. Und dann sind Sie als Kandidat vielleicht aus dem Rennen.
Wenn Sie sich also gern über das Internet austauschen, sollten Sie den „Online Striptease“ lieber meiden. Überlegen Sie gut, ob persönliche Ansichten oder alle Informationen zu Ihrer Person immer ins Netz gehören. Oft ist weniger mehr. Kluge Zeitgenossen halten es stattdessen mit Joe Cocker. Er rät in seinem weltbekannten Hit dazu, nicht das ganze Geheimnis zu lüften: "Leave your hat on"."













