(openPR) Der Google-Dienst "Street View", der unter anderem in den USA bereits online ist löste bei der Jungen Union Ehringshausen Skepsis aus. Er bietet 360-Grad-Panorama-Ansichten von Straßen vieler Städte. Damit sollen sich Nutzer zum Beispiel ein Hotel von außen anschauen können, bevor sie dort ein Zimmer buchen. Für die deutsche Version fahren Google-Mitarbeiter derzeit mit Kamerawagen durchs Land und schießen Fotos von den Straßen und allem in unmittelbarer Nähe: von Toren, Vorgärten und Häusern zum Beispiel. Auch Autos und Personen werden abgebildet. Nicht nur in Ehringshausen befürchten Hausbesitzer, dass sich mit Hilfe der Fotos auch ein Einbruch vorbereiten lasse. Verbrecher könnten sich auf den Bildern in Ruhe anschauen, wo es etwa Bewegungsmelder oder Zäune gibt. Datenschützer kritisieren, dass immer wieder Menschen auf den Fotos zu erkennen sein. "Der Internetdienst „Street View“ von Google bedeutet für die Junge Union Ehringshausen primär - anders, als vom Anbieter suggeriert - keinen Freiheitsgewinn, sondern einen Eingriff in die Privatsphäre zudem könnte der Dienst für kriminellen Machenschaften missbraucht werden", so der Vorsitzende, Timotheus Gohl.
Google ist laut aktuellen Presseberichten dazu bereit, Sammelwidersprüche von Städten und Gemeinden zu akzeptieren. Eigentümer und Mieter von Immobilien können in solche Listen ihre zu löschende Adresse mit Unterschrift eintragen und müssen sich so nicht direkt an Google wenden. Die betreffenden Wohnungen, Häuser und Gärten werden dann laut Google vollständig unkenntlich gemacht. Das Bundesverbraucherschutzministerium hat informiert, dass Google den neuen Dienst "Google Street View" erst dann starten wird, wenn die Widersprüche der Bürger vollständig umgesetzt worden sind.
Die Junge Union Ehringshausen fordert daher die Gemeinde auf, im Rathaus vorformulierte Sammelwiderspruchslisten zu "Google Street View" auszulegen, in die sich die Bürgerinnen und Bürger eintragen können. Zusätzlich zur Schaffung dieser Eintragsmöglichkeit sollen die Bürgerinnen und Bürger informiert und sensibilisiert werden. Die JU Ehringshausen fordert zudem, Widerspruch zur Veröffentlichung von eigenen Liegenschaften einzulegen, die nicht von touristischem Interesse sind und einem besonderen Schutz unterliegen, wie beispielsweise Kindergärten und Schulen.









