(openPR) Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Thomas Gruber,
als Kreisvorsitzender der Rentnerinnen und Rentnerpartei in Erding, möchte ich Sie, als Verantwortlichen des BR, darauf aufmerksam machen, dass der in der Reihe Kontrovers gesendete Beitrag „Kampf der Generationen“, besonders uns ältere Mitbürger sehr verärgert und auch betroffen gemacht hat. Der Beitrag lässt leider jede Objektivität vermissen, es findet lediglich ein Rundumschlag gegen die ältere Generation statt. So eine Generations- hetze hat in einem öffentlich-rechtlichen Sender nichts verloren. Statt aufzuklären, wie es die Pflicht eines öffentlich-rechtlichen Senders wäre, versuchten die Macher Jung gegen Alt aufzuhetzen. Nur sehr schwer zu ertragen ist, dass dies auch noch mit unseren Rundfunkgebühren über die GEZ finanziert wird. In der Einleitung des Manuskripts der Sendung ( BR- Online) schreiben die Berichterstatter, dass das einzige, was den Rentnern das Leben sauer macht, die Jungen sind. Dies ist eine Unterstellung und zugleich eine bösartige Verleumdung der gesamten älteren Generation. Weiter in dem Manuskript zu lesen ist, die sogenannte „Umfrage unter Rentnern“ wie, Rentner sagen,“ Ich habe die Jugend satt, eine faule Bagage“ , solche Aussagen sind natürlich nicht repräsentativ, sie so zu behandeln, ist Manipulation und schürt zusätzlich Zwietracht zwischen den Generationen.
Als weiteres Beweismittel für den neuen Egoismus der Alten führte Kontrovers eine Studie vom Max-Planck Institut für demografische Forschung an. In dieser Studie wurde laut der Berichterstatter erstmals empirisch nachgewiesen, dass sich ältere Mitbürger weniger um das Kindergeld Gedanken machen, als jüngerer Familienväter. Diese für mich selbstverständliche Aussage als neues Dogma hinzustellen ist lächerlich. Ich frage mich schon, für was das Max-Planck Institut da eigentlich Steuergelder verschleudert. Natürlich denkt ein Rentner zuerst daran, wie er der Altersarmut entgehen kann. Aber ist das nicht legitim, nachdem er vorher sein ganzes Leben in die Rentenkasse eingezahlt hat ? Bezeichnend für die stark tendenziöse Sendung war auch das Interview mit Frank Schirrmacher. Der Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen hat leider nicht verstanden, um was es überhaupt geht, wenn er darauf hinweist, dass die Alten auf Kosten der Jungen leben wollen. Ich verstehe ja, dass er als Beamtensohn nicht sehr viel über die Rentenversicherung weiß. Aber eines müsste auch Ihm klar sein, die Rentner fordern keine Geldgeschenke vom Staat, schon gar nicht auf Kosten der Jungen . Nein Sie wollen nur, dass die eingezahlten Beiträge in die Rentenkasse auch für Ihre Renten ausgegeben werden. Eine weitere, oft wiederholte Lüge in diesem Interview war, dass der Staat die Rentenkasse jährlich mit 80 Milliarden unterstützt. Das Gegenteil ist der Fall. In jedem Jahr werden der Rentenkasse bis zu 30 Milliarden entnommen um versicherungsfremde Leistungen zu bezahlen. Ein Beispiel In jüngster Vergangenheit waren die Ghetto-Renten, die nur von den Beiträgen der gesetzlich Versicherten bezahlt werden sollen. Fazit Das Komplott Koch, ältere Generation gegen die Jüngeren, wie es in der Sendung öfters suggeriert wurde, ist vollkommen an den Haaren herbei-gezogen. Wenn die Redakteure dies bewusst so dargestellt haben, um den Generationskonflikt zu schüren, dann wäre dies eine Schande für das Bayerische Fernsehen. Wenn die Redakteure aber wirklich das glauben, was sie den Zuschauern mit dieser Sendung vorgesetzt haben, dann sind sie als Journalisten unqualifiziert. Unter diesen Gesichtspunkten wäre eine Entschuldigung an die ältere Generation bei der nächsten Kontrovers-Sendung mehr als angebracht.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Rippler
Kreisvorsitzender Rentnerinnen und Rentner Partei Erding










