(openPR) Unterm Strich konnten die sechs größten DSL Anbieter Deutschlands im 1. Quartal 2010 nur noch 67.300 zusätzliche DSL Anschlüsse schalten und bringen es damit zusammen auf 21,5 Millionen DSL Kunden. Während die Deutsche Telekom nahtlos an die starken Zuwächse aus dem 4. Quartal anknüpft, bricht die Zahl der Neuzugänge bei Vodafone DSL um mehr als die Hälfte ein. 1&1 gelingt es derweil, seine Kundenverluste zu stoppen und o2 steigt durch die Übernahme von Alice DSL zur Nummer 4 der kundenstärksten deutschen DSL Provider auf.
Effektives Kundenwachstum nur bei Telekom, Vodafone und o2 DSL
Die sechs größten deutschen DSL Anbieter kommen zusammen auf 67.300 zusätzliche DSL Anschlüsse im 1. Quartal 2010 und stellen damit 21,5 Millionen DSL Zugänge in Deutschland bereit. Die HanseNet-Übernahme durch den spanischen Telekommunikations-Konzern Telefónica bringt neue Bewegung in den DSL Markt und macht die Telefónica-Tochter o2 DSL auch im Festnetz zu einem der größten Anbieter. Starke Zuwächse können auch Vodafone und die Deutsche Telekom verzeichnen, wobei Vodafone nicht mehr an die Ergebnisse aus dem Vorjahr anknüpfen kann.
Der aktuelle Marktreport findet sich unter www.dslweb.de/dsl-marktuebersicht.php.
Die Deutsche Telekom kann für das 1. Quartal 2010 ein Plus von 188.000 DSL Kunden verzeichnen und übertrifft damit sogar das eigene Ergebnis aus dem vorherigen, traditionell starken, 4. Quartal um 10.000 Neuanschlüsse. Zum 31. März 2010 stellte der Marktführer damit insgesamt 11,67 Millionen DSL Zugänge in Deutschland bereit. Auch mit der Entwicklung seines Internet-Fernsehens Telekom Entertain zeigt sich der Marktführer zufrieden: Nachdem die Telekom zum Jahresende die Marke von 1 Million vermarkteten Entertain-Paketen erreicht hatte, kamen im Q1 2010 weitere 200.000 Abonnenten hinzu.
Vodafone festigt seine Position als Nummer Zwei
Noch im 4. Quartal konnte Vodafone beachtliche 131.000 DSL Neukunden verbuchen, im 1. Quartal 2010 brach das Kundenwachstum mit 55.000 Neuanschlüssen jedoch um mehr als die Hälfte ein. Trotz dieses starken Rückgangs hat sich Vodafone inzwischen als kundenstärkster DSL Anbieter hinter der Deutschen Telekom etabliert und seinen Abstand auf 1&1, die aktuelle Nummer 3 auf dem deutschen DSL Markt, weiter ausgebaut.
1&1 nämlich konnte seit Beginn 2009 nicht mehr aus eigener Kraft wachsen und musste zuletzt sogar effektive Kundenverluste verkraften. Immerhin hat sich dieser Abwärtstrend im 1. Quartal 2010 nicht weiter fortgesetzt, denn 1&1 gelang es zum Jahresbeginn, seine DSL Kundenzahl mit 3,31 Millionen auf dem Wert des vorangegangen Quartals zu halten.
Alice-Übernahme: o2 positioniert sich neu
Im Februar segnete die EU-Kommission die Übernahme des DSL Anbieters HanseNet durch die spanische Telefónica ab. Deren deutsche Tochter o2, die bisher vor allem auf den Mobilfunk-Bereich fokussiert war, steigt durch die Akquise der HanseNet-Marke Alice auch im Festnetz-Segment zu einem der führenden Anbieter auf. Vorerst wird die Marke Alice allerdings weiter bestehen bleiben, wobei beide Unternehmen eng zusammen arbeiten sollen. Bis 2012 will sich o2 durch eine Reorganisation neu als integrierter Telekommunikations-Anbieter für Mobilfunk und Festnetz aufstellen.
Alice hat weiterhin mit Kundenverlusten zu kämpfen: Nachdem der DSL Anbieter zum 4. Quartal keine aktualisierten Kundenzahlen vorgelegt hatte, offenbart der aktuelle o2 Geschäftsbericht ein Minus von insgesamt 176.000 Alice Kunden für den Zeitraum seit dem Oktober 2009. Zum 31. März belief sich die Zahl der Alice-Anschlüsse auf 2,1 Millionen. O2 selbst verzeichnete im 1. Quartal einen Zuwachs von 16.000 DSL-Verträgen und kommt damit auf knapp über 300.000 eigene DSL Anschlüsse.
Hoffnungsträger mobiles Internet
Die DSL Flatrate hat sich mittlerweile als Standard eingebürgert und auch bei den Sprachdiensten finden Pauschaltarife immer größere Verbreitung - sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk-Bereich. Die Verbindungs-Entgelte gehen deshalb immer weiter zurück, was bei fast allen Providern zu spürbaren Umsatzverlusten geführt hat. Dafür wiederum steigen die Umsätze durch mobile Datendienste derzeit steil an. Vodafone etwa verzeichnete in diesem Segment im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 26,7 Prozent, bei o2 stiegen die Datenumsätze im gleichen Zeitraum sogar um über 30 Prozent. Das mobile Internet gilt deshalb als eine der wichtigsten Wachstumssäulen für die Zukunft. Selbst Anbieter, die kein eigenes Netz betreiben, stellen sich daher auf den nächsten Boom ein: So hat etwa 1&1 im März eine neue Vereinbarung mit Vodafone getroffen, um ab Sommer neu gestaltete Datenprodukte über das Vodafone-Netz anbieten zu können.













