(openPR) Die Simultane Thermische Analyse (STA) hat einen festen Platz in Thermoanalyselaboren. Die STA-MS bietet die Aussagen der Thermogravimetrie (TGA) zusammen mit den Messergebnissen der Differenzkalorimetrie (DSC) bei zeitgleicher Analyse der entweichenden Gase durch Massenspektrometrie (MS). Klassische thermoanalytische Versuche laufen dabei weitestgehend in trockener Atmosphäre ab, evtl. entstehender Wasserdampf wird sofort mit dem Spülgas aus dem Ofen herausgeführt. Weitergehende Reaktionen mit Wasserdampf können nicht erfasst werden.
Technische Prozesse realitätsnah simulieren
Bei der Verbrennung und Vergasung organischer Brennstoffe entstehen häufig aber erhebliche Mengen an Wasserdampf und dieser beeinflusst auch das thermische Verhalten der beteiligten Probensubstanzen. Will man also bestimmte Prozesse realistisch nachbilden, ist es notwendig, eine feuchte Atmosphäre im Analyseraum zu erzeugen. Deshalb bietet Netzsch die bewährte STA-MS-Kopplung nun auch in Kombination mit einem neuen Wasserdampfofen an.
Wasserdampfofen bis 1250°C aufheizbar
Wasserdampf – mit oder ohne Trägergas - gelangt vom Wasserdampfgenerator über eine beheizte Transferleitung in den STA-Probenraum. Am Gasauslass des Wasserdampfofens befindet sich die ebenfalls beheizte Transferleitung hin zum Massenspektrometer QMS 403 C Aëolos®. Durch die STA-MS-Kombination mit einem Wasserdampfofen wird ein gekoppeltes thermoanalytisches System realisiert, das die Reaktion der Probe mit Wasserdampf bei bis zu 1250°C erfasst. Dabei lässt sich die Wasserdampfkonzentration zwischen 0 und 100% einstellen.
Anwendungsgebiete:
- Korrosions- und Verzunderungsprozesse von Stählen,
- Untersuchung von Sinterprozessen in Keramikbauteilen,
- Wasservergasung von Petrolkoks,
- Untersuchung von anorganischen Baumaterialien, z. B. Zement
http://www.netzsch-thermal-analysis.com/de/produkte/detail/pid,42.html













