(openPR) Von Demenz betroffene Menschen, die in Wohngemeinschaften leben, fühlen sich sehr gut. Auch die Angehörigen und die Mitarbeiter sind äußerst zufrieden. Das brachte jetzt der Abschluss eines vom Bundesgesundheitsministerium für zwei Jahre geförderten Projektes ans Licht. Das „Leuchtturmprojekt Demenz“ verglich die besten Versorgungsangebote für dementiell erkrankte Menschen und untersuchte dabei auch Gelsenkirchener Einrichtungen.
Wohngemeinschaften sind erfolgreich und praxisnah
„Bei dem Projekt wurden erfolgreiche, praxisnahe Lösungen mit einer klassischen Management-Methode, dem Benchmarking, untersucht und weiter entwickelt“, erklärt Claudius Hasenau, Geschäftsführer bei den APD Ambulanten Pflegediensten Gelsenkirchen. Die APD betreiben insgesamt sechs Wohngruppen für demente Menschen in Schaffrath und am Rheinelbepark. Ein weiteres Haus in Sutum ist in Planung und soll im Frühjahr 2011 eröffnet werden.
Selbstständig und selbstbestimmt leben: Pingpong und Pellkartoffeln
In den WGs leben die an Demenz Erkrankten selbstständig und selbstbestimmt wie in einer Familie. Im Gegensatz zur Heimunterbringung sind sie in einem normalen Tagesablauf mit sinnvollen Beschäftigungen wie Post holen, Kartoffeln pellen, kleine Reparaturen ausführen oder Tischtennis spielen betraut. Dabei fühlen sie sich kompetent und glücklich. Durch das Zusammenwirken von motivierten Fachkräften, Alltagsbegleitern und Verwandten erhalten die Bewohner viel Aufmerksamkeit und Zuwendung.
Zukunftsmodell mit Wohlbefinden
„Trotz der guten Ergebnisse ist es unser Ziel, die Qualität – und damit das Wohlbefinden der Bewohner – ständig weiter zu verbessern“, so Hasenau. In Anbetracht dieser Bilanz geben die Initiatoren des Projektes, das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) und die Gelsenkirchener Konkret Consult Ruhr (KCR) eine lupenreine Empfehlung für die neuen Wohnformen: Sie sprechen bereits heute vom Versorgungsmodell der Zukunft.








