(openPR) Am 8. Mai 1949 wurde das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park nach drei Jahren Bauzeit eingeweiht. Der damalige sowjetische Stadtkommandant von Berlin Generalmajor Kotikow hielt eine Rede, in der er an den wortbrüchigen Überfall Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion und die vielen Schlachten des Krieges erinnerte. „Dieses Denkmal im Zentrum Europas...ist ein Symbol des Kampfes der Völker der Welt...für den Sozialismus und die Demokratie, gegen die ...Brandstifter eines neuen Krieges.“ Das letzte Jahr des Baus fiel in die Zeit der Berlin-Blockade, die erst vier Tage nach der Einweihung des Ehrenmals beendet wurde. Otto Grotewohl, damals Vorsitzender des Verfassungsausschusses des Deutschen Volksrates, beschwor: „Das Gelöbnis von Millionen Proletariern lautet in dieser Stunde für Demokratie, Frieden und Sozialismus zu kämpfen.“ Westalliierte nahmen nicht an der Einweihung teil. Das war bei der Einweihung des Sowjetischen Ehrenmals im Tiergarten im November 1945 noch anders gewesen. Inzwischen hatte der Kalte Krieg begonnen und Ost und West standen sich bereits unversöhnlich gegenüber.
Etwa 5.000 Rotarmisten sind auf dem Friedhof begraben. In symbolischen Sarkophagen wird an den Krieg und die Leistung der Sowjetarmee und der Zivilisten erinnert. Auf den Sarkophagen sind Zitate von Josef Stalin auf russisch und deutsch angebracht. Wohl die einzige Stelle in Berlin, an der man Stalin-Zitate noch in Stein gemeißelt lesen kann.
Zur Erinnerung an das Kriegsende und die vielen sinnlosen Toten führt Cliewe Juritza, Inhaber von Cliewe Stadtführungen am 8. Mai 2010 um 14 Uhr durch den Treptower Park und über das Gelände des Sowjetischen Ehrenmals. Der Treffpunkt ist am S-Bahnhof Treptower Park. Anmeldungen oder weitere Informationen unter www.cliewe.de.













