(openPR) Über 60 Ärzte informierten sich Ende April in der Klinik St. Irmingard in Prien am Chiemsee über die neuesten Therapiestrategien beim Mammacarcinom (Brustkrebs), der häufigsten Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Dabei stand die interdisziplinäre Teamarbeit zwischen den einzelnen beteiligten Fachrichtungen im Vordergrund.
Prof. Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik im Klinikum rechts der Isar, stellte eine neue und wenig invasive (Wunden verursachende) Operationsmethode vor, bei der auf einen Achselhöhlenschnitt verzichtet werden kann.
Dank neuer medikamentöser Therapiestrategien vor und nach der Operation, ist eine Heilung dieser Erkrankung in vielen Fällen möglich, so Dr. Helmut Lambertz, Chefarzt des Zentrums für Innere Medizin und Onkologie im Klinikum Garmisch-Partenkirchen. Auch in der Strahlentherapie kann man genauer, gezielter, gegebenenfalls auch mit neueren Techniken und deutlich reduzierter Strahlendosis, das Risiko einer Wiedererkrankung verhindern.
Lässt sich in spezifischen Fällen die Entfernung der Brust nicht umgehen, so kann mit Hilfe von plastischen Techniken, die körpereigene oder körperfremde Materialen verwenden, ein ästhetisches Körperbild zurück gewonnen werden. Dazu referierte Prof. Christian Gabka, Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie am Klinikum Dritter Orden in München.
Dr. Verena Freiberger, Assistenzärztin am Zentrum für Prävention und Sportmedizin der Technischen Universität München, referierte zum Thema Sport und Krebs. Sport statt Schonung für Krebspatienten, so lautet eine neue Denkart in der Medizin.
Wer mindestens dreimal pro Woche intensiv Sport treibe, könne sein Krebsrisiko fast halbieren. Für Patienten nach Operationen, Chemo- und Strahlentherapie empfahl Freiberger täglich 45 Minuten intensive, körperliche Aktivität. Dabei solle man leicht ins Schwitzen kommen und ein bisschen nach Atem ringen, damit der Stoffwechsel entsprechend angeregt wird. Sport ersetze nicht die onkologische Behandlung, sondern unterstütze sie.
Zuspruch und reges Interesse rief der Vortrag von Prof. Hans-Josef Beuth aus Köln vom Institut für Naturheilverfahren an der Universität Köln, hervor zum Thema: Naturheilverfahren in der Onkologie und deren wissenschaftliche Evaluation.
Durch das Programm führte Dr. Dörte Fauteck, Chefärztin der onkologischen Abteilung und Ärztliche Direktorin der Klinik St. Irmingard, die gleichzeitig die betreuende Ärztin der ambulanten Krebsnachsorge-Sportgruppe der Klinik ist.









