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Survival fordert Richtigstellung durch Staudamm-Bauunternehmen

28.04.201016:16 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Survival fordert Richtigstellung durch Staudamm-Bauunternehmen
Kwegu und Mursi Dorfbewohner, unteres Omo Tal, Äthiopien. © Survival
Kwegu und Mursi Dorfbewohner, unteres Omo Tal, Äthiopien. © Survival

(openPR) Das kontroverse italienische Bauunternehmen Salini Costruttori hat Anschuldigungen gegen Survival erhoben. Salini ist mit dem Bau von Afrikas höchstem Staudamm beauftragt. Das Bauprojekt an Äthiopiens Omo Fluss hatte heftige Kritik ausgelöst.

Salini beschuldigt Survival, die Größe der Staubecken des Damms um ein 15-faches übertrieben zu haben. Survival hat jedoch keine solche Aussagen gemacht und Salini dazu aufgefordert, die Anschuldigung zu belegen oder zurück zu ziehen. Das Bauunternehmen hat sich bisher nicht dazu geäußert.

Der Staudamm, bekannt als Gibe III, würde die Lebensgrundlage von 200.000 Indigenen zerstören. Zum Überleben sind sie auf den Fluss und seine jährlichen Überschwemmungen angewiesen.

In einer Pressemitteilung behauptet Salini, dass die indigenen Völker im Omo Tal von Gibe III profitieren würden. Ein Zusammenschluss von Experten, einigen internationalen Organisationen und zahlreichen Ethnologen widerspricht dieser Aussage.

Salini hat im Dezember 2006 mit dem Bau des Gibe III Staudamms begonnen, ohne die lokale Bevölkerung mit einzubeziehen. Die meisten indigenen Völker in der Region wissen bis heute nichts über den Damm oder seine Auswirkungen auf den Fluss und die für sie lebensnotwendigen Überschwemmungen.

Die äthiopische Regierung macht es fast unmöglich, die Menschen in dem Gebiet zu informieren und aufzuklären. Sie hat 41 lokale Gruppen verboten.

Der Gibe III Damm soll Strom für den Export erzeugen und außerdem große Flächen Land bewässern. Die Regierung hat begonnen, tausende Hektar an ausländische Firmen und Regierungen als Agrarland zu verpachten. Die Indigenen in dem Gebiet verlieren dadurch wichtige Weideflächen.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: „Der Damm wird für die indigenen Gruppen im unteren Omo Tal absolut verheerende Folgen haben; dabei sind sie niemals auch nur gefragt worden, was sie von dem Vorhaben halten. Wie kann Salini behaupten, dass ein Projekt, das die grundlegenden Menschenrechte verletzlicher Völker missachtet, etwas anderes als vollkommen töricht ist?"

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