(openPR) Sichere Anlagemöglichkeiten sind heutzutage rar und Gold scheint eine eher elitäre Analageklasse zu bilden. Antonio Biondo, geschäftsführender Gesellschafter der BB Wertpapierverwaltung mit Sitz in Augsburg, erklärt, warum es gerade jetzt sinnvoll ist, sich näher mit der Anlagemöglichkeit Gold zu befassen.
Zunächst sollte man sich dazu ein paar Fakten betrachten:
Die durchschnittliche Schuldenquote der Industrieländer beträgt mittlerweile über 100% des Bruttoinlandsprodukts. Das bedeutet konkret, dass die Höhe der Schulden im Schnitt den wirtschaftlich erreichbaren Gegenwert übersteigt. Diese Tatsache wird durch den Umstand verschärft, dass die Schuldenquote seit 1970 einen dramatischen Anstieg verzeichnen musste. Binnen 40 Jahren (1970 bis 2010) stieg die Schuldenquote um 60% von rund 40% auf über 100%.
Auch Deutschland ist von dieser Entwicklung nicht gefeit. Klammert man die aktuelle Wirtschaftskrise aus und wünscht sich „nur“ ein Vorkrisenniveau zurück, so bräuchte Deutschland hierfür einen Staatsüberschuss von 2,4% in den nächsten 20 Jahren. Angesichts der Tatsache, dass der letzte erzielte Überschuss auf das Jahr 2000 zu datieren ist, eine bedenkliche Prämisse. Der im Jahr 2000 erzielte Staatsüberschuss kam damals durch UMTS-Lizenzeinnahmen von mehreren Milliarden zu Stande.
Ein Blick in die Finanzgeschichten verschiedener Länder beweist, dass Schuldenkrisen in der Vergangenheit immer mit hohen Inflationsraten begegnet wurden, da es die einfachste Art für einen Staat ist, sich zu entschulden. Inflationsraten, die zunehmend steigen sind nie eine gutzuheißende Entwicklung, gleichzeitig muss man hier aber auch betrachten, dass in diesen Zeiten der steigenden Inflation, bzw. auch zu Zeiten von Inflationsängsten der Menschen, der Goldpreis stets angestiegen ist. Dennoch macht Gold als Anlageklasse zurzeit im Durchschnitt ca. 1% aller Depots weltweit aus.
Anfang der 80er Jahren lag der Anteil von Gold in den Anlageklassen noch bei ca. 8%. Vor allem die ruhige Gemütslage der Bevölkerung in den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten kombiniert mit deren schwindender Inflationsangst lies Gold ein wenig in Vergessenheit geraten. In den letzten Jahren stieg der Anteil von Gold als Anlageklasse zwar wieder, von einer sogenannten Blase ist man aber weit entfernt. Als Blase oder auch Spekulationsblase wird ein überkaufter Markt bezeichnet, der sich völlig von der realen Wirtschaftsentwicklung abgekoppelt hat. Eine Spekulationsblase entsteht vor allem dann, wenn Anleger (auch unerfahrene) sich von Berichten über einen schnellen und leicht zu generierenden Reichtum, anstecken lassen, um dann auf den bereits fahrenden Zug aufzusteigen und bereits zu überhöhten Preisen zu kaufen. Während man zu überhöhten Preisen kauft, erhofft man sich dennoch eine rasche Wertsteigerung, die zunächst auch einzutreffen scheint, weil die Preise unbegrenzt weiter zu steigen scheinen. Das Platzen der Blase beschreibt dann die Situation, die eintritt, wenn sich die Erkenntnis des realen Wertes des betreffenden Spekulationsguts oder – objekts durchsetzt und Käufer ausbleiben. Nun fallen die Werte in kurzer Zeit und die zahlreichen Spekulanten werden mit enormen und rapiden Verlusten konfrontiert.
Wie weit man von dieser bedenklichen und auf alle Fälle zu vermeidenden Situation entfernt ist, beschreiben folgende Tatsachen: Die internationalen Zentralbanken erhöhten 2009 seit 20 Jahren zum ersten Mal wieder ihre Goldbestände, die oben genannten Indizien deuten darauf hin, dass dieser Trend länger andauern wird. Die Jahresfördermengen von Gold haben ihren Spitzenwert (den sogenannten Peak) im Jahr 2000 erreicht, seitdem sinken die Förderraten, nicht zuletzt, weil die Förderung an sich selbst auch immer teurer wird. Brach im Jahr 2008 und 2009 die Nachfrage der schmuckverarbeitenden Industrie nach Gold ein, so sorgt eine Konjunkturerholung in diesem Bereich bereits wieder für das Steigen der Nachfrage. Auch diese Tatsache ist ein wohl zu bedenkendes Indiz, da die Schmuckindustrie 51% des gesamten Goldbedarfs für sich beansprucht. Aber auch im Bereich der Technik ist kein Ende des Aufwärtstrends für Gold abzuschätzen. Dies sind nur einige Indizien, die darauf hinweisen, dass man sich näher mit dem Thema Gold als Anlageklasse beschäftigen sollte. Von dieser Entwicklung können Anleger zum Beispiel in Form eines Gold-ETFs profitieren (Diese Fonds bilden eins zu eins die Entwicklung des Goldpreises ab).
Die BB Wertpapierverwaltung bietet, nicht zuletzt zu diesem Thema am Mittwoch, den 19. Mai 2010 eine Plattform: Beim 4. „Wine, Cheese und Investment – Abend“ haben interessierte Personen die Möglichkeit, sich zu Trends und Entwicklungen zu informieren, Fragen zu stellen und die Personen, die hinter der BB Wertpapier-Verwaltungsgesellschaft mbH stehen, kennen zu lernen. Beginn ist um 19:00 Uhr in den Geschäftsräumen der BB Wertpapier-Verwaltung. Um vorherige Anmeldung wird dringend gebeten, da die Anzahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen begrenzt ist:









