(openPR) Eine unzureichende Planung und Steuerung des Entwicklungsprozesses hat nicht selten teure Qualitätseinbußen in Serienproduktion zur Folge
Hamburg, 20. April 2010 – Kleine Überraschungen im Detail haben oft katastrophale Konsequenzen für die Unternehmensbilanz. Doch hinter Produkten, die sich nach ihrer Einführung als mangelhaft erweisen, stehen in vielen Fällen nicht unbedingt Qualitätsprobleme bei den Zulieferern sondern hausgemachte Versäumnisse im Management. So werden zwar viele Mängel schon im Laufe des Entwicklungsprozesses erkannt und beseitigt, manche schleichen sich aber in späteren Phasen unbemerkt wieder ein.
„Ursache solcher Phänomene ist ein unzureichendes Konfigurationsmanagement, das Entwicklungsschritte nicht systematisch plant, steuert und kontrolliert“, sagt Jan-Henning Dose, Associate beim Hamburger Projektmanagement-Spezialisten PM Firefighters. „Bei vielen Produkten klafft eine erstaunlich große Lücke zwischen der geplanten Konfiguration und den tatsächlich verwendeten Bauteilen“, berichtet der Berater und Projektmanager aus seiner Praxis. Diese Tendenz sei besonders in Kleinserienproduktionen zu beobachten, komme aber selbst bei Großserien immer wieder vor. Ganz generell gilt nach den Worten Doses die Faustformel: Je höher die Zulassungsanforderungen und die Komplexität des Projekts ausfallen, desto wichtiger und selbstverständlicher werde ein konsequentes Konfigurationsmanagement.
Der Grund dafür, warum es solche verlässlichen Steuerungsroutinen vielerorts nicht gibt, kann sowohl in einem ineffektiven Projektmanagement als auch bei den beteiligten Entwicklungsingenieuren liegen. Diese legen in der Regel größten Wert auf ihre Autonomie und vernachlässigen gegenüber der Arbeit am Produkt gelegentlich die mitunter lästige Dokumentation. Hier stehen die verantwortlichen Projektmanager vor der Herausforderung, einen Kompromiss zwischen Steuerung und Kontrolle und der Vermeidung von überflüssigem Formalismus zu finden. „Häufig unterschätzt wird zudem die Rolle des Konfigurationsmanagements als wichtiger Effizienz- und Effektivitätsfaktor, der den Ressourceneinsatz fokussiert und für zügige Prozesse sowie vorzeigbare Ergebnisse sorgt“, ergänzt Dose.












