(openPR) Vom 8. Mai bis zum 26. Juni 2010 zeigt CAMERA WORK in ihren Galerieräumen Arbeiten des Photographen Robert Polidori. In der Ausstellung wird der Fokus ganz auf die gewaltige und anmutige Schönheit des Schlosses Versailles gelegt. Polidoris umfangreiche Dokumentation der aufwendigen Restaurierungsarbeiten in den 1980er Jahren wird um zuvor nie ausgestellte aktuelle Arbeiten ergänzt.
Die gezeigten Photographien sind eine exklusive Auswahl aus dem jüngst im STEIDL Verlag erschienenen dreibändigen Bildband „Parcours Muséologique Revisité“. Das Werk dokumentiert umfassend über einen Zeitraum von 25 Jahren Polidoris mittlerweile abgeschlossene monumentale photographische Arbeit im Schloss Versailles. Das mit dem Liliane Bettencourt Prix de la Photographie ausgezeichnete Werk krönt eine Reihe exzellenter Publikationen wie „Havanna“, „Sperrzonen – Pripjat und Tschernobyl“, „Metropolis“ oder „After the Flood“.
Die Photographien aus Versailles sind grandiose Zeugnisse einer Welt, die längst untergegangen ist. Subtil versteht es Polidori die Schnittstellen zwischen Alt und Neu aufzuspüren und sucht dabei nach dem „emblematischen Moment“ eines Ortes – die Einheit aus Vergangenheit und Gegenwart. Dabei ist der Photograph ein Meister in der räumlichen Ästhetik und Komposition. Seine Bilder sind komplexe Stillleben, die in ihrer Farbigkeit und einzigartigen Qualität eine Kulisse für die Phantasie des Betrachters bilden. In der friedvollen Stille seiner Aufnahmen und in der Detailgenauigkeit seiner Bilder liegt eine außergewöhnliche Kraft.
CAMERA WORK kuratierte bereits mit großem Erfolg im Jahr 2006 Polidoris weltweit erste museale Einzelausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau, deren Dauer auf Grund der starken Nachfrage und Begeisterung der Zuschauer verlängert wurde. Im Anschluss folgten Museumsausstellungen in Brasilien und Kanada. Im Jahr 2008 begegnete CAMERA WORK dem breiten Interesse an seinen Arbeiten mit einer weiteren, umfangreichen Ausstellung. Neben malerischen Serien aus dem Schloss Versailles, den expressiven und farbenreichen Arbeiten aus Havanna und den die Kontraste der Großstadt einmalig veranschaulichenden aus New York, wurden erstmalig seine faszinierenden Photographien aus dem russischen Kreml gezeigt.
Der im Jahr 1951 im kanadischen Montreal geborene Robert Polidori lebt in New York und Paris. Umfangreiche Photoreportagen in Zeitschriften wie The New Yorker – deren Redaktionsphotograph er neben Martin Schoeller ist – Architectural Digest, Geo oder Vanitiy Fair begründeten Polidoris internationalen Erfolg, der durch Preise wie den Deutschen Fotobuchpreis oder den Alfred-Eisenstaedt-Award offiziell gewürdigt wurde. Neben den glanzvollen Aufnahmen aus den Palästen der Welt dokumentiert Polidori kontinuierlich die oftmals verheerenden Auswirkungen des menschlichen Eingriffs in seine Umwelt. Exemplarisch sei seine eindringliche Serie zur Reaktorkatastrophe in Tschernobyl und seine Dokumentation zu den Auswirkungen des Hurrikans „Katrina“ im Jahr 2005 genannt.













