(openPR) Schelklingen/Brüssel. Im Rahmen des Comenius-Projektes „Make a Difference – European Footprint on our World“ haben Vertreter der Urspringschule in Schelklingen zusammen mit Partnerschulen aus Belgien, England, Norwegen, Slowenien, Ungarn und Italien gemeinsam mit der EU Kommissarin für Umweltschutz, Connie Hedegaard, in der EU Kommission in Brüssel eine Klima-Charta unterzeichnet.
Das Comenius-Programm ist ein 1995 eingerichtetes Programm der Europäischen Union mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Schulen aller Schulstufen und Schulformen innerhalb der Europäischen Union sowie die Mobilität von Schülern und Lehrern zu fördern. Es ist Teil des Sokrates-Programms, das neben Schulpartnerschaften auch Schul- und Erwachsenenbildung fördert. Am Comenius-Programm nehmen Schulen teil, die den Europagedanken fördern wollen und mehr auf eine einheitliche europäische Union zielen. Sieben Schulen aus ganz Europa (Belgien, Deutschland, England, Norwegen, Slowenien, Ungarn und Italien) arbeiten bereits seit zwei Jahren an einem besonderen Comenius-Projekt. Ziel des Projektes ist es, den Kohlendioxid-Ausstoß der beteiligten Schulen nachhaltig zu senken. Dazu tragen sowohl bauliche Maßnahmen als auch Änderungen im Verhalten der Schulgemeinschaft bei.
Maßnahmen
Rund 30 Urspringschüler, überwiegend aus der Oberstufe der Klassen 11 bis 13 engagieren sich, wie Schüler aus weiteren sechs europäischen Partnerschulen, intensiv mit dem Ziel den CO2-Ausstoß an ihrer Schule einzudämmen. Die teilnehmenden Schüler erklären ihren Mitschülern dabei auf welche Weise die Entstehung von CO2 reduziert werden kann. Einfache Maßnahmen, wie elektrisches Licht nur zu nutzen, wenn es gebraucht wird, stromverbrauchende Geräte, wie Fernseher oder Stereoanlage ganz auszuschalten oder einfach die Heiztemperatur zu senken haben schnell erste Einsparungsergebnisse geliefert.
Mit Plakaten und Vorträgen in den Vollversammlungen der Urspringschule erinnern die Projektteilnehmer regelmäßig daran, wie jeder etwas zur Co2- Vermeidung in der Schule beitragen kann. „Dabei wird auch stets der Zusammenhang zwischen Klimaänderung und dem individuellen Verhalten dargestellt“, berichtet die Comenius-Projektleiterin der Urspringschule, Inge Banholzer.
Seit zwei Jahren treffen sich die Schüler einmal in der Dekade zur Comenius AG. Durch die Erhebung einer erstaunlichen Anzahl von Daten konnten die Schüler der Arbeitsgemeinschaft den Carbon Footprint der Schule, also die Kohlendioxid-Bilanz, ermitteln. Dafür haben die Urspringschüler sogar einen eigenen Rechner erstellt, der in den Partnerschulen und in der Urspringschule für Einzelpersonen verwendet werden kann.
Auch die Schulleitung geht mit gutem Beispiel voran. Bei fünf Schulgebäuden in Urspring wurde bis dato eine energetische Sanierung im großen Stil durchgeführt. „Die Gebäude wurden vollkommen isoliert und auch mit Isolierfenstern der neuesten Generation ausgestattet. Außerdem wurden neue Wärmeübergabestationen und ein neuer Heizkessel installiert“, informiert die Schulleiterin der Urspringsschule, Ingrid Sund. Maßnahmen, die nochmals zum CO2-Rückgang der Schule in erheblichem Maße beitragen.
Auf diese Art gelang es allen sieben teilnehmenden Schulen zusammen, den Kohlendioxid-Ausstoß in den vergangenen zwei Jahren um elf Prozent zu senken.
Klima-Charta
Um das Umweltbewusstsein in den beteiligten Schulen nachhaltig zu fördern, erarbeiteten die Schulen zusammen mit der EU Kommission für Klimaschutz eine „Charter of Environmental Responsibility“, in der dauerhafte Ziele und weitere Maßnahmen für ein umweltverträgliches Verhalten festgeschrieben sind. Dies bedeutet die Einhaltung aller geltenden Umweltgesetze und -vorschriften in den Schulen was auf ökologisch verantwortliche und nachhaltige Weise durchgeführt wird. Diese Selbstverpflichtung wurde am 25. März von den einzelnen Schulleitern und EU Kommissarin für Umweltschutz, Connie Hedegaard gemeinsam unterzeichnet. Anwesend war auch MEP Elisabeth Jeggle (CDU), die die Region Württemberg-Hohenzollern im Europäischen Parlament vertritt.
Klimawandel und nachhaltige Lebensweise waren auch die Themen der verschiedenen Workshops, mit denen sich die insgesamt 112 Schülerinnen und Schüler aus sieben Ländern sowie ihre begleitenden Lehrer und Schulleiter während des Projekttreffens in Brüssel intensiv beschäftigten.
Nach der Vertragsunterzeichnung und einer Führung durch das Europäische Parlament hatten die Teilnehmer noch die Gelegenheit, Brüssel etwas näher zu erkunden. Ein Tagesausflug nach Brügge schloss eine ereignisreiche Woche für alle Teilnehmer ab.










