(openPR) Österreichische Unternehmen und Organisationen entdecken ethnische Minderheiten für ihre Werbung. Immer mehr Konzerne werben mit speziellen Angeboten und einer gezielten Zielgruppenadäquaten Ansprache um die rund 1,6 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund.
In Deutschland wird bereits seit langem sowohl für die große türkische als auch die russische Bevölkerung in deren Landessprache und Kultur kommuniziert. Beispielsweise platzierte das Telekommunikationsunternehmen Otelo in einem Werbespot eine bekannte türkische Popsängerin, bietet auf seiner Homepage Texte in türkischer Sprache und betreibt eine Telefon- Hotline auf Russisch.
In Österreich sind die Unternehmen noch etwas vorsichtiger wenn es um die Erschließung von ethnischen Minderheiten als Käufergruppe geht. „Obwohl bereits einige Unternehmen wie die Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien, Hutchison 3G oder der Lebensmittelhändler Zielpunkt erfolgreiches Ethnomarketing betreiben, warten andere Unternehmen so lange bis der Opinion-Leader-Bonus verspielt ist.“, erklärt Manuel Bräuhofer, Geschäftsführer von Brainworker - Community Marketing.
Auf der Homepage der ersten Diversity-Marketing Agentur, Brainworker – Community Marketing finden sich erstaunliche Zahlen. So leben in Österreich rund 740.000 Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien – das sind ca. 9% der Österreichischen Gesamtbevölkerung - und knapp 300.000 Türken. Doch trotz dieser Zahlen ist Ethnomarketing hierzulande eine Seltenheit. Manuel Bräuhofer erklärt wieso: „In erster Linie haben die Unternehmen angst Ihr Stammpublikum – die Österreicher – zu verschrecken und als Kunden zu verlieren.“
„Die Gattung der „Österreicher“ gibt es nicht. Wir waren schon immer ein Vielvölkerstaat und werden Tag für Tag bunter. Um davon zu profitieren, müssen heimische Unternehmen dieses Potential erkennen und lernen vielfältig zu kommunizieren“, so Bräuhofer weiter.











