(openPR) Am 11. April, um 11 Uhr, wird im Museum Neuruppin die Neue Sonderausstellung „Tatort Fontane“ mit Fotografien von Lorenz Kienzle zum Werk von Theodor Fontane eröffnet.
„Tatort Fontane" führt an Orte in der Literatur von Theodor Fontane. Lorenz Kienzle setzt Stimmungen im Werk des Romanciers ins Bild.
Er sucht Handlungsorte auf, fahndet nach Motiven und hält sie mit seiner Plattenkamera fest. Nicht immer findet er das, wonach er möglicherweise gesucht hat: Offensichtliches und Entsprechendes, aber oft auch Unerwartetes, Rätselhaftes und Widersprüchliches. Die Ausstellung führt beides zusammen: Zitat und Fotografie. Dadurch ergeben sich ganz neue Zusammenhänge. Text und Bild, Autor und Fotograf werden Komplizen.
Was an der Fiktion der Texte wirklich und was an der Wirklichkeit der Bilder fiktiv wirkt, das herauszufinden bleibt dem Betrachter überlassen. Er ist der eigentliche Fahnder.
Die Ausstellung lädt ein zu einer spielerisch-investigativen Auseinandersetzung mit dem Werk des Schriftstellers Theodor Fontane. Die lichtbildnerischen Arbeiten Lorenz Kienzles sind keine Illustrationen oder Dokumentationen literarischer Passagen. Kienzle stellt eine Wechselbeziehung her zwischen Textzitaten aus dem literarischen Schaffen Fontanes und fotografisch festgehaltenen Momenten an Orten, die im Werk des Schriftstellers eine Rolle spielen. Dabei geht Kienzle mit großer Sorgfalt vor: er sucht lange nach seinen Motiven und wartet geduldig auf den Moment in dem alles stimmt. Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit Kienzles ist, dass er auf jegliche Form von digitalem „Hightech“ verzichtet und lieber mit seiner Plattenkamera analog und schwarz-weiß fotografiert und danach alles im eigenen Fotolabor entwickelt und auf Silbergelatine-Papier abzieht – so wie dies schon zu Fontanes Zeiten bei Fotografen üblich war. Dieses althergebrachte Verfahren zwingt den Fotografen zu einer Genauigkeit, die auch die Arbeiten des Romanciers auszeichnet.
Lorenz Kienzle arbeitet als freier Fotograf in Berlin. Er war in Ausstellungen in Deutschland, England, Frankreich und in der Schweiz vertreten.
Für den Künstler Richard Serra hat Kienzle mehrere Jahre in den USA und in Europa gearbeitet. Seine Bilder wurden u. a. vom Guggenheim Museum in Bilbao und vom Ausstellungsarchiv des MoMa in New York angekauft.
Die Ausstellung ist vom 11. April bis zum 25. Juli 2010 im Museum Neuruppin zu sehen. Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.











