(openPR) Zum Abschluß der Ausstellung "Agenten und Streber" von Haubitz+Zoche findet am Donnerstag, den 8.4.2010 um 19.00 Uhr in der Zweigstelle Berlin, Lehrter Str. 37, 10557 Berlin ein Künstlergespräch statt, das Ludger Derenthal, Sammlung für Fotografie der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin moderieren wird.
In der Serie Facelift - Aufnahmen von Gebäuden, die im Maßstab 1:1 mit Architekturmotiven bedruckt sind - werden Städte wie Berlin, München und New York fotografisch von Haubitz+Zoche ins Visier genommen:
Baustellen-Planen bilden in der Regel das dahinter liegende Haus ab oder funktionieren als Platzhalter und Werbung für ein geplantes Gebäude, wodurch eine Verdopplung der Realität entsteht. Durch das erneute Ablichten dieser im Stadtraum vorgefundenen Situationen erscheinen die gedruckten Fassaden trotz bestimmter Abweichungen in Dimension und Perspektive in der zweidimensionalen Abbildung nahezu real.
Haubitz+Zoche gehen in ihrer fotografischen Spurensuche insbesondere den bühnenhaften Situationen im urbanen Raum und den Brüchen in der Inszenierung des Stadtraums nach. Diesen begreifen sie nicht in seiner faktischen Gegebenheit, sondern als wahrnehmungsabhängige Konstruktion. Durch die installative Hängung der Fotoarbeiten, bei der gerahmte Aufnahmen teilweise sich überlagernd vor wandfüllenden Fotodrucken gehängt werden, lässt eine Staffelung der verschiedenen Ebenen und eine assoziative Lesart entstehen. Der Gedanke der Bühne, der in den Baustellenplanen als Assoziation an Bühnenprospekte enthalten ist, wird in einem skulpturalen Objekt aus Rigipsplatten und Fototapeten verdichtet und in den dreidimensionalen Raum überführt.





















