(openPR) Die in Augsburg lebende Künstlerin Agata Norek bietet 50 von Gewalt betroffenen Frauen die Chance, in einer „Kunstschmiede“ ihr jeweils eigenes „Schutzschild gegen Gewalt“ zu bauen. Auf diese Weise sollen ehemals traumatisierte Frauen ihre Gewalterfahrungen verarbeiten und zugleich dokumentieren können. Mithilfe einer Wanderausstellung dieser „Schutzschilde-Armee“ ist es geplant, das Thema „häusliche Gewalt“ in die Öffentlichkeit zu tragen, zu enttabuisieren und eine Kultur der Partnerschaft von Mann und Frau zu fördern.
Das singuläre Projekt sieht vor, dass betroffene Frauen Schutzschilde als äußeres Symbol der weiblichen Psyche und zugleich stummes, aber umso eindringlicheres Zeugnis ihrer körperlichen und seelischen Verletzungen herstellen. Damit wird eine bestehende Lücke in der Betreuung von Opfern häuslicher Gewalt geschlossen und ihre Rückkehr in ein möglichst angstfreies Leben erleichtert.
Die Teilnehmerinnen arbeiten in einem geschützten Rahmen unter Anleitung der Künstlerin und werden dabei therapeutisch wie seelsorgerlich begleitet. Ihre Schutzschilde werden sorgfältig beschrieben, individuell kommentiert und anschließend anonym an einem neutralen Ausstellungsort sowie in einem Kirchenraum in Augsburg und später auch in anderen Städten präsentiert.
Projektpartner/-innen aus allen Bereichen stehen bereit: die Traumatherapeutinnen Birgit Gaile, Leiterin vom Frauenhaus Augsburg sowie Maria Steiner von Wildwasser e.V., Annahofpfarrer Frank Witzel, Networkerin Dr. Pia Haertinger und, als künstlerischer Mentor, der Kunstdozent Dr. Andrzej Tobis.
Weiterhin erfährt das Projekt Unterstützung seitens der Stadt Augsburg durch den Schirmherren und Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, die Geschäftsführerin Kriminalpräventiver Rat Diana Naranjo, die Gleichstellungsbeauftragte Anita Conradi, die Beauftragte für Frauen und Kinder der Polizei Sabine Rochel sowie vom Bundesverband „Frauen gegen Gewalt e.V.“ in Berlin und der Kunstakademie Kattowitz.
Um das Projekt starten zu können, werden dringend Geld- und Sachspenden benötigt. Ein EU-Antrag ist in Vorbereitung; doch hierfür müssen 20% Eigenmittel ausgewiesen werden.
Wer das Projekt durch eine Geldspende oder anderweitige Kooperationen, unterstützen möchte, wende Sie sich bitte an Agata Norek.
Mehr Informationen zum Konzept und Projekt gibt es unter www.schilde-gegen-gewalt.de






