openPR Recherche & Suche
Presseinformation

E-Mail, Handy & Co: Weniger ist manchmal mehr

24.03.201012:24 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Wiesbaden, 24. März 2010. Ein unreflektierter Einsatz digitaler Kommunikationsmittel senkt die Arbeitsproduktivität und gefährdet die Work-Life-Balance. Manager für Sicherheit und Gesundheit beraten Führungskräfte und Mitarbeiter zum betrieblichen Informationsmanagement.



Alles wichtig, alles gleichzeitig: Fast jeder vierte Deutsche steht bei der Arbeit unter Dauerstress. Telefon, E-Mail-Zugang und verschiedene PC-Programme werden parallel bedient, bei Dienstreisen sorgen Handy, Laptop und Freisprechanlage im Auto für ständige Erreichbarkeit. Selbst der Feierabend bringt keine Erholung: Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit ist durch mobile Kommunikationsmittel fließend geworden. Der Verband Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI) e.V. warnt einem unreflektierten Einsatz digitaler Kommunikationstechnologien und weist auf die Gefahren von „Multitasking“ hin.

Nicht ob, sondern wie: Spielregeln für die Kommunikation

„Die Frage ist nicht, ob wir digitale Kommunikationstechnologien in den Unternehmen einsetzen, sondern wie wir sie produktiv und effizient für unsere Arbeit nutzen“, so Rainer von Kiparski, VDSI-Vorstandsvorsitzender und Professor am Institut für Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation in Karlsruhe. „Das menschliche Gehirn ist permanenten Doppelbelastungen nicht gewachsen. Werden mehrere komplexe Aufgaben gleichzeitig erledigt, steigt die Fehlerquote und die Unfallwahrscheinlichkeit nimmt zu. Wertvolle Arbeitszeit wird eingesetzt, um Fehler zu korrigieren und sich an die nächste anstehende Aufgabe zu erinnern. Das eigentliche Arbeitsvolumen bleibt gleich oder sinkt sogar.“

Multitasking kostet mehr als es bringt

Umfragen und Studien zeigen es deutlich: Mehr als jeder vierte Arbeitnehmer fühlt sich mittlerweile von ungeplanten Unterbrechungen und Störungen bei der Arbeit psychisch belastet. Jeder Dritte gibt an, dass ihn die Informationsüberflutung und ständige Erreichbarkeit durch mobile Kommunikationsmittel stört; diese Faktoren stellen die zweithäufigste Ursache für beruflichen Stress dar. „Chronischer Stress begünstigt unter anderem die Entstehung von kardiomuskulären Erkrankungen wie Herzinfarkt“, warnt Rainer von Kiparski. Auch Erschöpfungszustände, die bis zum Burnout-Syndrom führen können, lassen sich in vielen Fällen auf langanhaltenden Stress ohne notwendige Erholungsphasen zurückführen. Die Folgen für die deutsche Wirtschaft sind beträchtlich: „Bereits jetzt entfallen neun Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage auf psychische und Verhaltensstörungen – das sind insgesamt rund 41 Millionen Tage. Ein Beschäftigter, der an einer psychischen Erkrankung leidet, fällt im Durchschnitt 25,9 Arbeitstage aus.“

Tipps für ein betriebliches Informationsmanagement

„Unternehmen sollten Spielregeln für den Umgang mit digitalen Kommunikationsmitteln festlegen“, empfiehlt Rainer von Kiparski. „Das Aufstellen und Einhalten dieser Regeln ist eine Führungsaufgabe im Unternehmen. Es geht um Fragen der Arbeitsorganisation, der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes.“ Manager für Sicherheit und Gesundheit können Führungskräfte und Mitarbeiter dabei unterstützen, unternehmensspezifische Lösungen zu finden. Folgende Aspekte gehören dazu:

- Ein Unternehmen sollte definieren, in welchen Zeiträumen Mitarbeiter telefonisch und per E-Mail erreichbar sein müssen. Außerdem sollte festgelegt werden, innerhalb welcher Zeitspannen E-Mails beantwortet und Rückrufe getätigt werden müssen. Mitarbeiter, die krank oder im Urlaub sind, brauchen einen Stellvertreter. Sonderregelungen gelten für Mitarbeiter, die dienstlich unterwegs oder im Außendienst tätig sind.
- Mitarbeiter regelmäßig auf die Gefahren von digitalen Kommunikationsmitteln im Straßenverkehr hinweisen. Autofahrer, die nebenbei Telefonieren oder das Navigationssystem bedienen, haben ein erhöhtes Unfallrisiko. Studien zufolge verlängert sich die Reaktionszeit durch Telefonieren im Durchschnitt um 0,25 Sekunden. Dabei geht es weniger um die Gerätebedienung als viel mehr um die mentale Beanspruchung durch das Gespräch.
- Auf ein konsequentes E-Mail-Management achten: Bei E-Mails gehören wichtige Informationen an den Anfang. Fragen und Aufgaben müssen auf einen Blick erkennbar sein. Führungskräfte sollten Mitarbeiter ansprechen, die häufig E-Mails in Kopie zur Kenntnis (in „CC“) verschicken: Dahinter steckt oft der Wunsch, Verantwortlichkeiten auf Kollegen oder Vorgesetzte zu verlagern. Mitarbeitern bei Bedarf gezielt Fortbildungen anbieten. Unternehmen sollten außerdem eine klare, einheitliche Struktur zur Archivierung von E-Mails schaffen. Umfragen zeigen, dass sich mittlerweile jeder zweite Arbeitnehmer solche firmeninternen Regelungen wünscht!
- Regelmäßig Mitarbeitergespräche führen. Die Führungskraft sollte an den Mitarbeiter appellieren, Aufgaben nacheinander statt parallel zu erledigen und notfalls Hilfe bei der Priorisierung von Aufgaben anbieten.
- Medienkompetenz von Auszubildenden und jüngeren Arbeitnehmern („digital Natives“) stärken, aber gleichzeitig berücksichtigen, dass gerade jüngere Altersgruppen ein völlig anderes Nutzungsverhalten haben.
- Für eine Unternehmenskultur sorgen, in der Gefühle der persönlichen Überlastung vertrauensvoll thematisiert werden können. Ihr Manager für Sicherheit und Gesundheit ist ein wichtiger Ansprechpartner!

Weitere Tipps – nicht nur für Führungskräfte

- Wenn Sie Aufgaben gleichzeitig erledigen müssen: Achten Sie darauf, unterschiedliche Ressourcen anzusprechen, also zum Beispiel telefonieren (kognitive Ebene) und Dokumente nach einem bekannten Muster abheften (motorische Ebene).
- Zeigen Sie Selbstdisziplin und durchbrechen Sie den Drang, alle Informationen sofort abrufen zu wollen: „Ich bin nicht immer erreichbar und ich muss auch nicht alles wissen.“ Schaffen Sie sich Freiräume für konzentriertes Arbeiten (Handy ausschalten, Bürotür schließen, akustische oder optische E-Mail-Eingangssignale deaktivieren, E-Mails nur zu bestimmten Zeiten abrufen)
- Entschleunigen Sie sich: Lesen Sie in der Freizeit bewusst Bücher oder Zeitschriften und gehen Sie sportlichen Betätigungen nach statt im Internet zu surfen. Rufen Sie sich in Stress-Situationen alte Weisheiten wie „Gut Ding braucht Weile“ ins Gedächtnis.
- Produktivität heißt Reduktion auf das Wesentliche: Führen Sie Checklisten mit Aufgaben, die Sie erledigen wollen und legen Sie eine Reihenfolge der Aufgaben fest.
- Erlernen Sie eine systematische Entspannungsmethode wie Progressive Muskelentspannung, Yoga, Autogenes Training oder Meditation. Diese auf gesicherten Erkenntnissen beruhenden Methoden helfen dabei, innezuhalten, Blockaden abzubauen und die notwendige Konzentration wiederzuerlangen.

Belegexemplar erbeten!

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 411662
 102

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „E-Mail, Handy & Co: Weniger ist manchmal mehr“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Verband Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI)

Aufräumen nach der Flut
Aufräumen nach der Flut
Der VDSI gibt wichtige Sicherheitshinweise Langsam sinken die Pegelstände in Deutschland. Sowie die Behörden Entwarnung geben, kehren tausende Flutopfer in ihre Häuser zurück, um mit dem Aufräumen zu beginnen. Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk können nicht überall gleichzeitig helfen, jeder muss selbst anpacken. Der Verband Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI) rät zur Vorsicht: Wasser und Schlamm bergen Gefahren. Grundsätzlich sollten die Häuser nur betreten werden, wenn die Statik offensichtlich unbeschädigt ist, sich also keine…
DGUV Vorschrift 2 zeigt positive Effekte in den Betrieben
DGUV Vorschrift 2 zeigt positive Effekte in den Betrieben
Verband Deutscher Sicherheitsingenieure veröffentlicht Befragungsergebnisse Wiesbaden, 11. April 2013. Die DGUV Vorschrift 2 durchdringt mehr und mehr die Betriebe und zeigt positive Effekte. Zu diesem Schluss kommt der Verband Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI) nach Auswertung einer Mitgliederbefragung, an der im Herbst 2012 1.339 Fachkräfte für Arbeitssicherheit teilgenommen hatten. Zum zweiten Mal in Folge hatte der Verband wissen wollen, wie die neue Unfallverhütungsvorschrift in der Praxis ankommt. Demnach führen aktuell 68 Prozent…

Das könnte Sie auch interessieren:

CeBIT-Neuheit - Deutschland mailt ab sofort kostenlos mobil mit Momail, dem mobilen E-Mail Dienst für jedermann
CeBIT-Neuheit - Deutschland mailt ab sofort kostenlos mobil mit Momail, dem mobilen E-Mail Dienst für jedermann
… aller Art mobil verarbeiten kann, optimiert auf alle gängigen Handy-Displays. Die Anmeldung bei Momail erfolgt über das Internet unter momail.de und dauert weniger als zwei Minuten. Das Einrichten des Momail-Dienstes ist für den Verbraucher selbsterklärend und erfordert weder komplizierte Installationen im Mobiltelefon noch langwieriges Herunterladen …
Wann lohnt sich eine Handy Reparatur?
Wann lohnt sich eine Handy Reparatur?
… Das ist deutlich preiswerter als der Kauf eines neuen Geräts. Bei einer Beschädigung der Kamera oder anderer Komponenten des Smartphones ist eine Reparatur in vielen Fällen sinnvoll.Weniger sinnvoll ist es, das Handy reparieren zu lassen, wenn die Beschädigung sehr groß ausfällt und die Reparatur sehr kostspielig ist. Davon ab lohnt sich eine Reparatur …
Flatrate-Falle: Vorsicht vor fremden Netzen - Xonio: Echte Handy-Flat kommt frühestens 2007
Flatrate-Falle: Vorsicht vor fremden Netzen - Xonio: Echte Handy-Flat kommt frühestens 2007
… subventioniertem Handy. Dafür sind allerdings bei mobilcom SMS ins eigene Netz (T-Mobile) kostenpflichtig – sie sind bei Vodafone und T-Mobile mit dem Grundpreis bereits abgedeckt.Weniger Reichweite, dafür günstiger: Die Flatrates von Base, Victorvox und O2 Nicht mithalten können Base, Victorvox oder die O2-Genion-Flat in Sachen Reichweite. Sie bieten – neben …
Bild: Handy verloren? Neues Internet-Ortungsportal hilft beim SuchenBild: Handy verloren? Neues Internet-Ortungsportal hilft beim Suchen
Handy verloren? Neues Internet-Ortungsportal hilft beim Suchen
… Größe der Funkzellen bestimmt die Genauigkeit des Ortungsergebnisses. Die Positionsbestimmung ist daher in städtischen Gebieten wesentlich genauer als in weniger dicht besiedelten Gebieten. Weblink für Handyortung: http://www.ortungsportal.com Abdruck frei. Beleg erbeten. (291 Wörter, 2.193 Zeichen) Ansprechpartner: Marlies Maier Corscience GmbH & …
Xonio: Runter mit den Handy-Gesprächspreisen – Keine Ausrede für Mobilfunkbetreiber
Xonio: Runter mit den Handy-Gesprächspreisen – Keine Ausrede für Mobilfunkbetreiber
… dürften bald billiger werden. Wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Branchenkreise meldet, wird die Bundesnetzagentur heute die Mobilfunkbetreiber zwingen, künftig 20 Prozent weniger für die Durchleitung von Telefonaten in andere Netze zu verlangen. Damit ist der Weg für günstigere Handy-Telefonate frei. Darauf weist Verbraucherberater Xonio …
Xonio: Die Preise fallen – und neue Fallen drohen – Neue Billig-Tarife schlagen bei SMS-Preisen zu
Xonio: Die Preise fallen – und neue Fallen drohen – Neue Billig-Tarife schlagen bei SMS-Preisen zu
… monatlichen Mindestumsatz von zehn Euro garantieren. Diese Zwangspauschale kann zwar abtelefoniert werden, die verschickten SMS bleiben dabei jedoch unberücksichtigt. Zweitens: Wer im Monat deutlich weniger als 60 bis 70 Minuten telefoniert, schneidet mit einem Discount-Tarif von Simyo & Co. meist günstiger ab. Außerdem berechnen E-Plus wie Victorvox …
Wiener Ärztekammer warnt vor übermäßigem Handytelefonieren von Kindern
Wiener Ärztekammer warnt vor übermäßigem Handytelefonieren von Kindern
… spielen. - Handy während des Gesprächsaufbaus nicht an den Kopf halten. - Ein paar Meter Abstand von anderen Personen halten, sie werden mitbestrahlt. - Weniger Handytelefonate bedeuten weniger Strahlung von Handymasten. - Internet nur über Kabelverbindungen - UMTS und WLAN führen zu hohen Strahlenbelastungen. (hpp) Rückfragehinweis: Ärztekammer für …
Bild: flirTrain macht Schluss mit dem Flirt-BlackoutBild: flirTrain macht Schluss mit dem Flirt-Blackout
flirTrain macht Schluss mit dem Flirt-Blackout
München, 21.05.2007 – Los geht’s: Mit flirTrain hat ab heute jeder seinen persönlichen Flirtcoach in der Tasche. In weniger als einer Minute findet sich der passende Tipp für einen Flirt. Aktuell gibt es Tipps für 815 Situationen. Mit dem Handy lassen sie sich für weniger als einen Cappuccino pro Monat durchsuchen, über das Internet sogar kostenlos. …
Test von Handy-Pauschalen - Xonio.com: Handy-Flatrates lohnen sich nicht für jeden
Test von Handy-Pauschalen - Xonio.com: Handy-Flatrates lohnen sich nicht für jeden
… klassischen Discount-Tarif deutlich günstiger ab als mit einer Flatrate. Wenn sie etwa mit Fonic telefonieren, zahlen Sie im Vergleich zur Vodafone SuperFlat-Flatrate 33 Euro weniger im Monat!“ Das Portal definiert Normaltelefonierer als Handy-Nutzer, die im Monat rund 60 Minuten hauptsächlich ins eigene Handy-Netz und ins Festnetz telefonieren und rund …
Bild: Hilfe, das Smartphone samt Daten ist weg. Was tun bei Handy-Diebstahl?Bild: Hilfe, das Smartphone samt Daten ist weg. Was tun bei Handy-Diebstahl?
Hilfe, das Smartphone samt Daten ist weg. Was tun bei Handy-Diebstahl?
… Falle eines Diebstahls ärgert also längst nicht mehr einzig der Verlust des Gerätes, sondern vor allem auch die möglicherweise unkontrollierte Weitergabe der eigenen Daten.Weniger wäre besser "Nutzer sollten Passwörter, zum Beispiel für den E-Mail-Zugang, am besten nicht auf Ihrem Smartphone speichern, sondern besser immer manuell eintippen", rät Jörn …
Sie lesen gerade: E-Mail, Handy & Co: Weniger ist manchmal mehr