(openPR) Das bdvb-Forum am 3. März 2010, organisiert von der Fachgruppe Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement (WI) in Zusammenarbeit mit dem Mittelstandsportal nextbusiness-IT, stellte dieses Jahr das Thema Managed Services in den Mittelpunkt seiner Veranstaltung. Das Thema passte sehr gut zu den bestimmenden Leitthemen auf der Messe: Webciety und Cloudcomputing. Drückt der eine Begriff die technische und soziale Seite der Globalisierung aus, weist der andere Begriff auf eine Konsequenz aus der zunehmenden Vernetzung hin. Eöffnet wurde die Veranstaltung vom Vizepräsidenten und Geschäftsführer des Verbandes, Dieter Schädiger, und es moderierte der Leiter der Fachgruppe WI Rüdiger Wüst.
Der tägliche Betrieb von IT-Infrastrukturen ist von entscheidender Bedeutung für den reibungslosen Geschäftsablauf jedes Unternehmens. Er nimmt jedoch die Ressourcen der IT-Abteilung stark in Anspruch und verhindert so in vielen Fällen eine effektive und strategische Weiterentwicklung der IT-Landschaft. Sprachen wir vor über 10 Jahren auf dem bdvb-Forum bereits über das virtualisierte Unternehmen, so konkretisiert sich diese Organisation nun auch in Form der Bereitstellung virtueller Rechnerkapazitäten und anderer IT-Services im Web.
Managed Services beschreiben Leistungen, die dem Informations-- oder Kommunikationsbereich (ITK) zugeordnet werden. Sie werden für einen fest definierten Zeitraum von einem spezialisierten Anbieter bereitgestellt. Die im Vorfeld definierten Leistungen können dann vom Kunden zu jeder Zeit nach Bedarf abgerufen oder abbestellt werden. Managed Services sollen hier Lösungen bieten, die die Komplexität der IT und deren Gesamtbetriebskosten reduzieren. Hierzu ist es wichtig den Bedarf zu klären und konkrete Servicelevel zu vereinbaren.
In vier Fachvorträgen wurden diese verschiedenen Aspekte des Themas beleuchtet. Die Keynote sprach Professor Dr. Malcom Schauf (Leiter der Fachgruppe Mittelstand im bdvb, Direktor des Rhein-Ruhr-Instituts für Mittelstandsforschung und Professor für allgemeine BWL an der FOM). Er legte das betriebswirtschaftliche Grundgerüst für die Fragen nach den Zielgruppen, der Definition von Managed Services und der Frage nach den Anforderungen aus der Sicht des Mittelstands.
Seinen Vortrag vertieften namhafte Referenten: Paul G. Huppertz (ICT Consultant & Service Consultant, Service Composer & Meta Service Provider) mit Dierk Söllner (Key Account Manager MOD IT GmbH), Manfred Bauer (Regional Channel Manager, Cisco Systems) und Matthias Schindler (General Manager Corporate & Midmarket Business Germany, Fujitsu Technology Solutions). Stellten Manfred Bauer und Matthias Schindler jeweils konkrete Service-Angebote von Cisco und Fujitsu dar, stand bei dem Vortrag von Paul G. Huppertz die methodisch einfache und klare Spezifikation von Services im Vordergrund. Dierk Söllner stellte die Umsetzung der dabei vorgestellten zwölf Attribute in einem Tool zur Verwaltung von Serviceverträgen und Serviceleistungen vor.
Huppertz definierte Service als „ein Bündel von einmaligen und flüchtigen Nutzeffekten“. Die Handouts der Veranstaltung stehen im bdvbnet im Bereich der Fachgruppe Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement zur Einsicht bereit.
Unterstützt wurde das bdvb-Forum auch dieses Jahr wieder durch Maike Körlin und Hans Windelen von der Bezirksgruppe Niedersachsen, die Interessenten des Verbandes für Informationen aus erster Hand bereitstanden. Auch wenn die CeBIT dieses Jahr an Fläche und Zahl der Aussteller auf das Niveau von 1990 zurück fiel, so war das Besucherinteresse an der Messe doch spürbar deutlich höher als im letzten Jahr. So werden wir uns wohl auch im nächsten Jahr mit einem IT-Thema wieder in Hannover im Convention Center präsentieren. Die inhaltliche Ausrichtung des bdvb-Forum 2010 basierte auf der Zusammenarbeit mit der bundesweiten Mittelstandskampagne „nextbusiness-IT – Exzellenz im Mittelstand“ .



